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21. November 2009 05:07 Uhr

Revolution mit kühlem Kopf

Die Uni brennt. So lautet der Slogan, mit dem Augsburger Studenten im Internet für ihre Protestaktion werben. Doch keine Sorge. Das ist sprichwörtlich gemeint. Was sich in diesen Tagen abspielt, ist alles andere als eine Revolte, die Gebäude in Schutt und Asche legt. Vielmehr ist es eine Revolution mit kühlem Kopf: So zielgerichtet, wie junge Leute heute studieren, betreiben sie nun ihren Streik gegen Missstände im Hochschulsystem. Damit alles rund läuft im besetzten Hörsaal, gibt es mindestens zehn Arbeitsgruppen bis hin zum Ordnungsdienst. Selbst Nachtruhe und Alkoholkonsum sind geregelt.

Die Uni brennt. So lautet der Slogan, mit dem Augsburger Studenten im Internet für ihre Protestaktion werben. Doch keine Sorge. Das ist sprichwörtlich gemeint. Was sich in diesen Tagen abspielt, ist alles andere als eine Revolte, die Gebäude in Schutt und Asche legt. Vielmehr ist es eine Revolution mit kühlem Kopf: So zielgerichtet, wie junge Leute heute studieren, betreiben sie nun ihren Streik gegen Missstände im Hochschulsystem. Damit alles rund läuft im besetzten Hörsaal, gibt es mindestens zehn Arbeitsgruppen bis hin zum Ordnungsdienst. Selbst Nachtruhe und Alkoholkonsum sind geregelt.

Auswüchse gibt es also bislang keine. Und inhaltlich ist der Bildungsstreik voll berechtigt. Zwar haben Studierende der Uni Augsburg bayernweit einmalige Rechte. Sie können bei der Verwendung ihrer Studiengebühren notfalls ein Veto einlegen. Trotzdem werden auch sie von den Folgen der bundesweiten und bayerischen Hochschulpolitik getroffen. Das Studium ist so teuer geworden, dass viele Studenten und deren Eltern Geldsorgen plagen. Und mit vielen der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge, die aus der Bologna-Reform hervorgingen, gibt es in der Praxis Probleme: Ein Bachelor-Abschluss in sechs Semestern mit Praktikum und Auslandssemester ist real nicht machbar.

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Ein Beispiel für die Irrwege der Bildungsreform mag auch das Studienangebot Medien und Kommunikation sein. Es hatte bundesweit beste Bewertungen. Es war so beliebt, dass es regelmäßig 1000 Bewerber für 60 Studienplätze gab. Jetzt, nach der Reform, gilt es als fast unstudierbar.

Für die Politik gibt es viel zu tun, um die Reform zu reformieren. Aber auch die Uni Augsburg muss handeln. Denn wenn die Studentenproteste nicht ernst genommen werden, könnte der Protest doch noch eskalieren.

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