Nach einem Tag "Funkstille" gegenüber den Medien hat der Augsburger Zoo gute Nachrichten: Der anstehende Import von zwei Nashörnern aus Südafrika wird doch termingerecht klappen. Zoochefin Barbara Jantschke fliegt mit nach Südafrika, um den spektakulären Tiertransport zu begleiten. Von Eva Maria Knab


Von Eva Maria Knab
Nach einem Tag "Funkstille" gegenüber den Medien hat der Augsburger Zoo gute Nachrichten: Der anstehende Import von zwei Nashörnern aus Südafrika wird doch termingerecht klappen. Die Veterinärbehörden haben gerade noch rechtzeitig grünes Licht gegeben. Am heutigen Freitag geht¿s los: Zoochefin Barbara Jantschke fliegt mit nach Südafrika, um den spektakulären Tiertransport zu begleiten.
"Ich bin unheimlich erleichtert, dass doch noch alles geklappt hat", freut sich Jantschke. Die Zoochefin stand zuletzt enorm unter Druck. Denn der Rhino-Import, für den zahlreiche Genehmigungen in- und ausländischer Behörden nötig sind, drohte sich zu verschieben. Kurz vor dem Abflug fehlten noch drei von über einem Dutzend tiermedizinischer Nachweise (wir berichteten). In den Import der Nashörner sind allein auf deutschem Boden drei Veterinärämter eingeschaltet - es sind die Stellen in Wiesbaden, München und Augsburg. Sie gaben nun ihre Zustimmung. "Veterinärmedizinisch ist alles geklärt", sagt Jantschke. Die Behörden hätten anerkannt, dass Südafrika von den betreffenden Krankheiten frei sei, bei denen es zuletzt noch offene Fragen gab.
Nun kann alles laufen, wie geplant: Heute fliegt Jantschke nach Südafrika ab. Begleitet wird sie von Tierärztin Christine Lendl. Beide werden vor Ort am Ball bleiben, damit die beiden jungen Breitmaulnashörner wohlbehalten in Augsburg ankommen. Laut Plan sollen die Rhinos am 30. August per Luftfracht mit Lufthansa in Johannesburg abfliegen. Am nächsten Tag werden sie in Frankfurt auf einen Lkw umgeladen und nach Augsburg transportiert. Eine Woche später feiert der Zoo dann mit einem großen Fest für die Besucher, dass die neue Augsburger Nashornherde nun komplett ist.
Zweites Baby bei "Rothschilds"
Auf Nachwuchs bei den Nashörnern müssen Tierfreunde noch warten. Doch bei der Nachzucht von Rothschild-Giraffen kann der Zoo einen weiteren Erfolg melden. "Jamie" brachte in der Nacht auf Mittwoch ein gesundes und munteres Giraffenmädchen namens "Joy" zur Welt. Ihr erstes Junges war 2007 wenige Tage nach der Geburt gestorben. Der zwei Monate alte Giraffenbulle "Chester" gedeiht prächtig. Wenn das Wetter schön bleibt, dürfen Joy und Chester demnächst im Freien tollen.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: