Mittwoch, 13. Dezember 2017

21. März 2017 00:35 Uhr

Schuld und Vergebung

Film über einen Totschläger Von Thomas Niedermair

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Einen atmosphärisch stimmigen und geradlinigen Thriller hat Lars Henning als sein Regie-Debüt für die große Leinwand vorgelegt. Dass sein Erstlingswerk „Zwischen den Jahren“, das als Berlinale-Beitrag auf ausgesprochen positive Resonanz stieß, jetzt in die deutschen Kinos gelangt, ist der Münchner Produktions- und Verleihfirma Temperclayfilm zu verdanken. Deren Geschäftsführer Michael Hehl, der aus Augsburg stammt, stellte im Liliom das schnörkellos inszenierte Opus um Schuld und Sühne, Vergebung und Vergeltung vor.

Die Geschichte um den auf Bewährung entlassenen Ex-Knacki Becker (Peter Kurth), der bei einem Einbruch zwei Menschen erschossen hatte, und den nach Rache dürstenden Opferangehörigen Dahlmann (Karl Markovics) habe ihn als hierzulande eher untypische Genre-Produktion von Beginn an überzeugt. Außerdem, so Michael Hehl, „ist Regisseur Lars Henning seit seinem Kurzfilm ,Security‘ ein guter Freund von mir. Er wird zwar demnächst einen Tatort inszenieren, aber sein Herz hängt am Kino.“

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Hennings Erstling „Zwischen den Jahren“ kreist um die Frage, ob es Vergebung für einen Totschläger, der sein Leben neu sortieren will, geben kann. „Wie bei Dostojewskij geht es um Schuld und Sühne“, sagt Michael Hehl. Opfer und Täter seien nicht klar voneinander getrennt. Es gebe fließende Grenzen zwischen Dahlmann, der Frau und Kind verloren hat und Vergeltung fordert, und Becker, der die letzte Chance auf einen Neuanfang nutzen will. Das intensive Psychodrama wird durch die feinen Leistungen von Markovics und Kurth und durch die angemessen düsteren, mehrheitlich bei Nacht entstandenen Bilder von Kameramann Carol Burandt von Kameke wirkungsvoll zur Geltung gebracht.

„Mit Carol habe ich auch schon bei meinen eigenen Kurzfilmen zusammengearbeitet“, erzählt Michael Hehl. Und den Becker-Darsteller Peter Kurth, der mit seiner physischen Präsenz als wortkarger, grobschlächtiger, traurig dreinschauender „einsamer Nachtwolf“ die Leinwand dominiert, „habe ich auf der Berlinale getroffen. Anders als im Film ist er ein sehr netter, lockerer Typ. Auch ihm war dieser Film als eine Geschichte um das alte Dostojewskij-Motiv von Schuld und Sühne besonders wichtig.“

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