Dienstag, 21. Oktober 2014

22. Januar 2009 20:45 Uhr

Forschung und Wissenschaft

"Science-Park": Ein Meilenstein für Augsburgs Entwicklung

Es ist längst mehr als eine Vision: Im Süden der Stadt soll etwas ganz Großes entstehen. Augsburg möchte sich hier als Zentrum für die zukunftsträchtige Faserverbundstoff-Technologie präsentieren. Von Michael Hörmann

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Forschung, Wissenschaft, Produktion und Wohnen sollen eng miteinander verzahnt werden. "Engineering Campus Augsburg" heißt das Kind, andere sprechen vom "Science-Park" - noch sind es Arbeitstitel.

Der Weg für das ehrgeizige Projekt ist längst bereitet. Gestern hat der Stadtrat einen Masterplan einstimmig verabschiedet. Das heißt, die großen Pläne für das riesige Areal sollen jetzt von der Verwaltung zügig angepackt werden. Nächster Schritt im Verfahren ist die Ausarbeitung eines Bebauungsplans.

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Ausgearbeitet hat den Masterplan der international renommierte Städteplaner Kees Christiaanse. Der Niederländer, der in Zürich lebt, stellte sein Konzept gestern in Augsburg vor. Es gab fraktionsübergreifend großes Lob.

Erste Projekte werden bald umgesetzt. Das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird sich schon bald ansiedeln, das Fraunhofer-Institut zieht nach. Die Stadt Augsburg wird diese Ansiedlungen mit 8,5 Millionen Euro unterstützen. 53 Millionen kommen vom Freistaat.

Diese Ansiedlungen sollen der Auftakt für ein gigantisches Investitionsprogramm sein, dessen Ausmaß gegenwärtig nicht beziffert werden kann. Oberbürgermeister Kurt Gribl und Baureferent Gerd Merkle sehen im Masterplan einen "Meilenstein für die Entwicklung Augsburgs".

Ein Überblick

Hauptgebäude "Hingucker" und Erkennungszeichen des ScienceParks soll ein sogenannter "Carbontower" werden. In diesem mehrstöckigen Gebäude sollen heimische Unternehmen, die im Bereich der Kohlenfaserverbundstoffe tätig sind, Büros beziehen. Die Ingenieure der Firmen sollen dabei von der Nähe zur Universität profitieren.

Nutzung Wer am Science-Park tätig ist, soll sich wohlfühlen. Das ist die Botschaft, die gestern vermittelt wurde. Große Grünzüge sollen für die Erholung sorgen. Gastronomie und Sportmöglichkeiten sollen die Ablenkung von der Arbeit bringen.

Verkehrserschließung Gedacht ist an eine Verbindungsstraße in Nord-Süd-Richtung in der Mitte des Areals. Sie soll auch künftig einmal dafür sorgen, dass der Schleichverkehr im Univiertel reduziert wird.

Straßenbahn Auf dem Papier gibt es Pläne für eine Straßenbahnlinie, die durch den Campus führt. Merkle sprach gestern von der Linie 3 a, die vom Hauptbahnhof in der Verlängerung bis nach Königsbrunn laufen soll. Gespräche mit den Politikern in Königsbrunn laufen, hieß es. Im Augsburger Stadtgebiet könnte die Linie 3 a auch das Areal des Bahnparks (Firnhaberstraße) erschließen. Merkle betonte jedoch auch, dass es sich um mittel- bis langfristige Überlegungen handelt.

Rad- und Gehwege Ein feinmaschiges Netz von Fuß- und Radwegen soll den Engineering Campus durchziehen.

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