Augsburgs FDP-Chefin Miriam Gruß begrüßte beim Neujahrsempfang gestern Vormittag im Theater ihren Parteifreund Wolfgang Heubisch - den bayerischen Kunst- und Wissenschaftsminister. Heubisch wertete die geringe Arbeitslosenquote in Bayern als Erfolg der Liberalen und betonte, dass die Zahl in Schwaben mit 3,8 Prozent sogar noch niedriger als der Landesdurchschnitt sei. "Ich habe das Gefühl, die Schwaben sind oft eine Spur zu wenig selbstbewusst", sagte er. Von Philipp Schröders

Die FDP stehe auch für den Wissenschaftsstandort Augsburg. Trotz angespannter Haushaltslage stünden der Universität mehr Mittel zur Verfügung als 2010. Die Studiengänge für Handwerker lobte Heubisch als ein tolles Pilotprojekt. "Mit der Kooperation zwischen der Uni Augsburg und der Handwerkskammer sichert sich diese Region ihre Fachkräfte."
Im Hinblick auf den Ärztemangel befürwortete der Wissenschaftsminister, dass "endlich die Uni-Klinik Augsburg in Angriff genommen wird", die derzeit in Vorbereitung ist. Sehr profitiere Schwaben von dem Programm "Aufbruch Bayern", das deutlich liberal geprägt sei. Heubisch betonte, dass die Universität, das Klinikum und das neue Anwenderzentrum für Karbonfaser-Technologien mit Millionen unterstützt werden. Die Basis für Bayern seien aber immer noch Kunst und Kultur. Heubisch sagte: "Hier darf nicht gekürzt werden."
Einen grandiosen Auftritt habe zum Beispiel das Bayerische Textil- und Industriemuseum in Augsburg hingelegt. Zur Staats- und Stadtbibliothek sagte der Minister: "Ich bin bereit, mich dafür einzusetzen, dass der Freistaat mehr Mittel zur Verfügung stellt. Aber ich brauche ein tragfähiges Konzept." Auch die Renovierung des Stadttheaters stehe auf seiner Prioritätenliste ganz oben. Die Frage des Theatercontainers sei geklärt, nun könne es weitergehen.
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