Donnerstag, 22. Februar 2018

01. Februar 2018 09:33 Uhr

Augsburg

So geht es auf der Großbaustelle Theater weiter

Das Theater ist neben dem Bahnhof die zweite Großbaustelle der Stadt. Noch ist wenig zu sehen, doch 2018 steht die Brechtbühne im Mittelpunkt.

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Im Großen Haus soll ab dem Jahresende mit der Schadstoffsanierung begonnen werden.
Foto: Silvio Wyszengrad

Der Theaterstandort wird in den nächsten Jahren umfassend modernisiert. Das Große Haus am Kennedyplatz, in dem der Spielbetrieb schon länger ruht, wird saniert. In einem zweiten Schritt entsteht ein Neubaukomplex, zu dem unter anderem ein Orchesterprobengebäude gehört. Der Baubeginn für die Sanierung ist im Jahr 2019 vorgesehen. Derzeit laufen Vorarbeiten.

Beim Theater-Umbau steht der Abbruch der Brechtbühne an

Wahrnehmbar ist seit dem Vorjahr die Tätigkeit der Archäologen. Sie haben ihre Grabungen direkt am Großen Haus begonnen. Wo im Moment gegraben wird, soll künftig das Orchesterprobengebäude stehen. Der Probensaal soll bis 2025 fertig sein. Er ist Bestandteil des zweiten Bauabschnitts der Theatersanierung (Neubau von Verwaltung, Werkstätten und Multifunktionssaal) an der Kasern-/Heilig-Kreuz-Straße.

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Das Große Haus soll dagegen bereits bis 2023 fertig saniert sein. Die Archäologen werden noch länger im Umfeld des Theaters anzutreffen sein. Sie sollen bis zum Jahr 2021 nach Spuren der römischen Vergangenheit suchen. Für die Modernisierung des Theaterstandorts sind insgesamt 186,3 Millionen Euro (ohne Nebenkosten wie Archäologie) enthalten. Davon sind für den zweiten Bauabschnitt 72,8 Millionen Euro (Funktionsneubau an der Kasernstraße und Orchesterprobensaal) vorgesehen. Der Freistaat beteiligt sich mit 107 Millionen Euro an den Gesamtkosten.

Ein großer Akt in diesem Jahr ist der Abbruch der Brechtbühne, die vorerst weiter als Spielstätte genutzt wird. Es ist das markante rote Gebäude neben dem Theater. Am Standort der Brechtbühne wird in Zukunft der Neubau stehen, der für die Verwaltung des Theaters neue Räume vorsieht. Die Besonderheit bei der Brechtbühne ist, dass die technische Ausstattung andernorts verwendet wird. Die Einbauten werden herausgenommen und auf dem Gelände des Gaswerks in Oberhausen im Ofenhaus wieder neu eingebaut.

Nicht mehr lange wird es dauern, bis die Baum-Fäller in der Innenstadt anrücken. Dies passiert noch im Februar. Acht Bäume werden gefällt, da Platz für den Neubau des Theaters benötigt wird. Jeweils drei Bäume befinden sich auf den beiden „Inseln“ im Straßenbereich der Kasernstraße und der Theaterstraße. Zwei weitere Bäume stehen im Innenhof der Brechtbühne.

Auch um das Theater Augsburg herum sind Bauarbeiten nötig

Damit die Arbeiter für die Sanierung des Großen Hauses und den zeitlich etwas versetzten Neubau anrücken können, werden in diesem Jahr entscheidende Weichenstellungen auf dem Verwaltungsweg getätigt. Es geht darum, den Bauantrag genehmigt zu bekommen und ihn anschließend zur staatlichen Förderung einzureichen. Für den Neubaukomplex laufen Entwurfsplanungen, die nächste Vorstufe zum Bau. Auf Anfrage unserer Zeitung hat die Stadt einen Katalog ausgearbeitet, welche Arbeiten anstehen und wie sie von der Öffentlichkeit wahrzunehmen sein werden.

Zunächst sind zur Vorbereitung der weiteren Arbeiten die Baumfällungen nötig. In der Theaterstraße beginnt im Sommer (Juni, Juli) der Voraushub für den Trafokeller. Zugleich ist in der Theaterstraße eine Fernwärmeumleitung vorgesehen. Nach Ende der jetzigen Spielzeit beginnt im Juni die Demontage der theatertechnischen Einbauten aus der Brechtbühne, welche anschließend wieder im Ofenhaus, dem Interim für das Schauspiel, verbaut werden. Diese Arbeiten sollen insgesamt von Juni bis November dauern. Wenn die Technik aus der Brechtbühne ausgezogen ist, ist der Abbruch der Hülle vorgesehen. Die Übergabe des Großen Hauses an das Baureferat ist im Frühjahr 2018 vorgesehen. Schadstoffsanierung und Altlastenentsorgung beginnen im Herbst.

Die Archäologen graben noch bis Juni am Theater Augsburg

Bis Juni dauern die Grabungen an der Volkhartstraße. Nach Fällung der Bäume an der Kasernstraße, Ecke Heilig-Kreuz-Straße werden die Archäologen dieses Areal als Nächstes untersuchen. Nach Abbruch der Brechtbühne beginnen auch hier die Archäologen. Insgesamt rechnet die Archäologie mit einer Grabungszeit von noch drei Jahren bis zum Jahr 2021.

Die Planungen Der Bauantrag wird für die Sanierung des Großen Hauses wird gegenwärtig bearbeitet. Er soll voraussichtlich im April vom Stadtrat genehmigt werden. Danach kann der Förderantrag bei der Regierung von Schwaben gestellt werden. Im September beginnt die erste, vorbereitende Bauphase. In diesem Jahr werden Fachplaner für den Neubaukomplex beauftragt. Es geht um die Bereiche Heizung-Lüftung-Sanitär, Tragwerksplanung, technische Ausrüstung, Bühnentechnik und Elektroplanung. In einem weiteren Schritt werden der Vorentwurf und die Entwurfsplanung für den Neubau gemacht.

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Ein Artikel von
Michael Hörmann

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