Freitag, 28. Juli 2017

02. Mai 2017 18:15 Uhr

Augsburg

So läuft die Erinnerungsaktion für NS-Opfer

Wann die Stolpersteine verlegt werden und die „Erinnerungsbänder“ kommen. Künstler Gunter Demnig informiert über seine Aktion.

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Am Dom gibt es bereits zwei Stolpersteine, die an Hans und Anna Adlhoch erinnern.

Der „Augsburger Weg“ der Erinnerungskultur wird am Donnerstag, 4. Mai, konkret. Für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gibt es zwei Formen der öffentlich sichtbaren Erinnerung: die „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig sowie die von den Augsburger Kommunikationsdesignern Büroecco entworfenen „Erinnerungsbänder“. Beide Erinnerungszeichen werden von Bürgern gestiftet und von Initiativen koordiniert. So soll die erste Aktion ablaufen:

Vortrag Am Mittwoch, 3. Mai, findet ein festlicher Auftaktvortrag im Filmsaal des Zeughauses zu den Stolpersteinen und ihrer Bedeutung statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig erläutert sein Projekt. Mittlerweile liegen nach Angaben des Künstlers Stolpersteine in 1099 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas. Der Abend wird musikalisch umrahmt von Kantor Nikola David und Stephanie Knauer mit Liedern aus dem Konzentrationslager Auschwitz, aus Theresienstadt und Börgermoor bei Papenberg im Emsland.

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Verlegung Am 4. Mai vormittags ab 9 Uhr werden die Stolpersteine verlegt. Beginn ist in der Maximilianstraße 17 für das Ehepaar Oberdorfer, ab 9.40 Uhr am Martin-Luther-Platz 5 für die Familie Friedmann, ab 10.20 Uhr in der Ganghoferstraße 2 für Familie Nolan, um 11 Uhr in der Wertachstraße 1 für Familie Lossa, um 11.40 Uhr in der Mittelstraße 2 für das Ehepaar Weichenberger und um 12.20 in der Reischlestraße 33 für die Familie Pröll. Nach Angaben des Initiativkreises Stolpersteine ist nur die Startzeit fest, die anderen Zeiten können sich noch verändern. Teilweise sind bei der Verlegung der Stolpersteine Familienmitglieder der Opfer anwesend. Nachmittags geht es mit den Erinnerungsbändern weiter: Ab 15 Uhr werden sie nach Angaben der Erinnerungswerkstatt in der Donauwörtherstraße 90 für die Sinti-Familie Reinhardt angebracht, ab 16 Uhr in der Stadtbachstraße 9 für den wegen Widerstands gegen den Krieg hingerichteten Josef Prantl.

Die Erinnerungswerkstatt und die Stolpersteininitiative laden alle Augsburger ein, an der Aktion teilzunehmen. Bürger können sich entweder an der ganzen Aktion beteiligen oder zu einzelnen Stationen kommen. Es gehe darum, den Augsburger Opfern des NS-Regimes Respekt zu erweisen und die Erinnerung an diese Menschen wachzuhallten, teilen Angela Bachmair, Nikolaus Hueck, Verena von Mutius und Benigna Schönhagen mit.

Gedenkbuch Wer mehr über die Opfer wissen will, deren Namen und Lebensdaten auf den Erinnerungszeichen zu lesen sind, kann sich in einem virtuellen Gedenkbuch informieren. Die Internetadresse: gedenkbuch-augsburg.de.

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