Montag, 24. April 2017

25. Oktober 2010 05:00 Uhr

Spektakulum der kleinen Männer

Das Ofenhaus des Augsburger Gaswerks als phantastisches Zwergenreich - diese seltene Verwandlung führten der Schauspieler Johannes Steck und die Mittelalterband Corvus Corax am Samstagabend herbei. Zusammen brachten sie "Die Zwerge" live ins Gaswerk. Mit Worten, Musik und Gauklerkunst ließen sie die phantastische Welt aus Markus Heitz Bestseller-Reihe auf der Bühne erstehen. Die fulminante Performance der "Gaukler" bannte die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde. Von Katharina Maier

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Wer sich im Reiche der Fantasy auskennt, weiß, welch ein kriegerisches Völkchen die Zwerge sind. Markus Heitz, einer der bekanntesten deutschen Fantasy-Autoren, entführt seine Leser in die Welt dieser raubeinigen, unerschrockenen und kurz gewachsenen Gesellen. Sich der Herausforderung zu stellen, die epische Geschichte der "Zwerge" in eine abendfüllende Bühnenshow umzuwandeln, erforderte von Johannes Steck und Corvus Corax daher wahrhaften Zwergenmut. Wie es den Geschichten von Heitz zu entnehmen ist, wird solche Beherztheit großzügig belohnt.

Der Triumph des Guten und der Freundschaft

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Was Steck und Corvus Corax mit "Die Zwerge live" auf die Bühne gebracht haben, setzt Maßstäbe für inszenierte Lesungen. Während der Schauspieler in der unnachahmlichen Manier eines Geschichtenerzählers die Welt der Zwerge zum Leben erweckte, verliehen die "Spielleute" ihr ungeheure Tiefe. Mit Dudelsack, Pauken, Gong und Alphorn, mit Knochengeklapper und Schmiedehämmern schufen die sechs Multitalente neue Klangdimensionen. Begleitet von dieser exotisch-ursprünglichen Musik entstand vor den Augen der Zuschauer eine Welt, in der erotische Schmiedinnen magische Äxte schleifen, einäugige Zwerge sich in die Schlacht stürzen und mit wilden Siegestänzen den Triumph des Guten und der Freundschaft feiern.

"Meister" dieses "Spektakulums" war Johannes Steck. Mit all der Kunstfertigkeit eines professionellen "Gauklers" führte der Schauspieler sein Publikum durch die komplexe Welt des "Geborgenen Landes". Die Vereinfachungen, die eine epische Geschichte wie "Die Zwerge" als Bühnenfassung zwangsläufig erfahren muss, fielen da kaum ins Gewicht.

Steck, der zeitweise nur mit Einsatz seiner Stimme, Mimik und Gestik bis zu zehn Charaktere darstellte, wechselte mühelos zwischen Lesung und Schauspiel. Er bezog seine Zuschauer genauso in das Spektakel mit ein wie seine "Mitgaukler" von Corvus Corax. Mit einfachen Gesten und großer Spielfreude mimten die Musiker mal eine "herbe" Zauberin, mal eine verführerische Zwergin und mal den bösen Oberlord. Die zahlreichen Wechsel zwischen oft improvisiertem Humor und fesselnder Dramatik gelangen in Sekundenschnelle. Abgerundet wurde das "Gesamtkunstwerk" durch die raffinierte Bühnengestaltung aus Requisiten, Licht und einfachen Filmprojektionen. So wurde "Die Zwerge live" zu einem atemberaubenden "Spektakulum", das mit donnerndem Applaus und Standing Ovations gefeiert wurde.

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