Freitag, 15. Dezember 2017

27. Oktober 2017 12:02 Uhr

Augsburg

Stadt Augsburg genehmigt sich 60 neue Stellen

Das Personal der Stadt ist in den vergangenen zehn Jahren um etwa 500 Beschäftigte auf 6626 gewachsen. Woran das liegt und auf welche Probleme die Stadt stößt.

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Das Personal der Stadt ist in den vergangenen zehn Jahren um etwa 500 Beschäftigte auf 6626 gewachsen. Woran das liegt und auf welche Probleme die Stadt stößt.
Foto: Silvio Wyszengrad

Die Stadtverwaltung wird im kommenden Jahr wieder einmal wachsen: 60 neue Stellen – davon acht Teilzeitstellen – sollen entstehen. 2,7 Millionen Euro wird das jährlich kosten. Vor allem im Bereich Bildung, Soziales und und Bauverwaltung soll es neue Stellen geben, so die Planung der Stadt. Damit wächst die Stadtverwaltung auf knapp 6700 Mitarbeiter an. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 waren es noch 6128 Beschäftigte.

Stadt Augsburg: Stellen sind schwer zu besetzen

Mit dem Stellenzuwachs liegt Augsburg aber im Trend von wachsenden Städten. Wenn die Verwaltung neue Stellen beantrage, so Stadtdirektor Frank Pintsch, hätten nur die eine Chance, die als unabweisbar eingestuft würden. Der Stellenaufbau der vergangenen Jahre sei etwa auf mehr Betreuungsplätze in städtischen Kitas und Änderungen des Betreuungsschlüssel zurückzuführen. "Beim Brand- und Katastrophenschutz mussten zuletzt aufgrund gesetzlicher Vorgaben mehr Stellen geschaffen werden", so Pintsch. Kommendes Jahr wird es die Bauverwaltung sein, die mit 15 Stellen überdurchschnittlich profitiert. Denn die Bautätigkeit wirkt sich aus: Bauanträge müssen geprüft werden, Bebauungspläne entworfen werden, um das Thema Wohnungsmangel anzugreifen. Und auch Themen wie das neue Wohngebiet in Haunstetten Südwest wirken sich schon aus: Für die Planung muss an diversen Stellen, auch im Grünbereich, aufgestockt werden.

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Doch auch wenn Stellen geschaffen werden, tut sich die Stadt momentan schwer, sie in allen Bereichen zu besetzen. Bei den Kitas sind Probleme absehbar, im Baubereich hakt es ziemlich. Junge Bauingenieure gehen beim momentanen Bauboom lieber in die freie Wirtschaft, als sich bei der Stadt zu bewerben. "Ein Bauleiter, der sich für eine Stelle bei der Stadt interessiert, hat mal seinen Gehaltszettel mitgebracht: Selbst wenn wir ihn höchstmöglich eingruppieren, hätte er am Monatsende 2000 Euro weniger auf dem Konto", so Stadtdirektor Hermann Weber. Als Mitglied im kommunalen Arbeitgeberverband sei man ans Tarifsystem gebunden.

Insgesamt macht die Stadt geltend, als wachsende Großstadt mit mehr Bevölkerung auch mehr Personal zu brauchen. Der Anteil der Beschäftigten bei Stadt und deren Eigenbetrieben (etwa Müllabfuhr) entspricht etwa 2,3 Prozent der Einwohnerzahl. Dieser Wert wird seit Jahren gehalten, auch wenn es immer wieder Sprünge gibt, die vor allem auf Gesetzesänderungen zurückzuführen sind.

Neue Stellen: Gibt es genügend Büros?

Doch auch die Erfüllung von Bürgerwünschen hat Personalzuwachs zur Folge: Zwei neue Parkraumüberwacher soll es geben, weil Anwohner sich etwa in zugeparkten Vierteln beschweren. Stellen in der Bauverwaltung werden mit der Notwendigkeit von Straßensanierungen und dem Druck aus der Bürgerschaft begründet. "Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb", so Weber.

Gut 30 Prozent des städtischen Verwaltungshaushalts mit einem Volumen von inzwischen 890 Millionen Euro fallen fürs Personal an. Im Personalausschuss des Stadtrats wurde der Stellenplan am Ende einstimmig beschlossen. Claudia Eberle (Pro Augsburg) und Oliver Nowak (Polit WG) stellten aber mehrere kritische Nachfragen. Eberle kritisierte eine Stelle im Umweltreferat für Umweltbildung – zuletzt sei ihr signalisiert worden, dass für den Bereich keine Zusatzkosten anfallen würden. "Als Stadträte sind wir immer schnell dabei, wenn es um neue Aufgaben geht, aber dann muss man eben auch das Personal beschließen", hielt dem Stadtrat Florian Freund (SPD) entgegen.

Neues Personal kostet die Stadt aber nicht bei Löhnen Geld. Die Beschäftigten brauchen auch Büros. Büroflächen werden ausgebaut und neu angemietet. Mitunter würden Stellen geschaffen und man wisse zwei Wochen vorher nicht, wo man die Mitarbeiter hinsetzen solle, so Finanzbürgermeisterin Eva Weber (CSU) vor kurzem im Finanzausschuss. Hier müsse die Verwaltung besser koordinieren. Verschärft wird die Situation grundsätzlich dadurch, dass der Anteil an Teilzeitbeschäftigten bei der Stadt relativ hoch ist. Für eine Vollzeitstelle können so mitunter zwei Schreibtische nötig sein. Durch Home-Office-Lösungen wolle man den Raumbedarf begrenzen.

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Stefan Krog

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