Montag, 25. September 2017

19. April 2010 21:20 Uhr

Stadt stellt sich gegen Wasserkraftwerk

Viele hatten lange auf ein klares Wort gewartet. Gestern hat sich nun der Umweltausschuss des Stadtrates einstimmig gegen ein neues Wasserkraftwerk im Naturschutzgebiet Stadtwald und für eine Vitalisierung des Lechs ausgesprochen.

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Die Resolution kommt zu einem Zeitpunkt, kurz bevor das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren für die neue Anlage von Eon anlaufen soll. Im Moment kann sich die Stadt nur politisch zu dem Rechtsverfahren äußern.

Der Umweltausschuss appelliert nun an den Stromerzeuger Eon Wasserkraft GmbH, den Antrag für die Anlage zurückzuziehen und stattdessen bestehende Kraftwerke auszubauen. Weiter appellieren die Stadträte an den Freistaat und den Bund, die letzte Fließstrecke des Lechs in Deutschland zu erhalten sowie Mittel für den Umbau des Flusses zwischen der Staustufe 23 und dem Hochablass bereitzustellen, damit er wieder vitaler fließen kann - ähnlich wie die Wertach.

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Nach Auffassung der Stadt läuft das neue Kraftwerk einer Revitalisierung des Lechs zuwider. Die geplante Anlage werde den "technisch erheblich veränderten Zustand" des Flusses festschreiben, heißt es in der Resolution. Wie berichtet, bringt die Eintiefung des Flusses gerade an dieser Stelle einen niedrigeren Grundwasserspiegel mit sich. Dies wiederum zieht Probleme für das wertvolle Naturschutzgebiet und das Augsburger Trinkwasserschutzgebiet nach sich. Die Stadt will deshalb, dass bestehende Schwellen im Fluss umgestaltet werden und die Flusssohle saniert wird.

Stadträte aller Parteien im Umweltausschuss begrüßten die Resolution. Sie geht auf einen Antrag der SPD zurück, der bereits Mitte Februar gestellt worden war. "Das ist endlich ein klares Wort", hieß es auch vonseiten der Lechallianz, einem überparteilichen Bündnis zum Schutz des Lechs. Kritiker hatten der CSU vorgeworfen, sie beteilige sich nicht energisch genug daran, das Kraftwerk zu verhindern. Umweltreferent Rainer Schaal (CSU) wies dies zurück. Stadt und Stadtspitze hätten immer eindeutig Position bezogen für eine Revitalisierung des Flusses. "Wir brauchen kein parteipolitisches Gezänk, sondern eine einhellige Haltung", sagte der Referent. Eine Frage im Umweltausschuss war allerdings, wie viel eine Resolution letztlich bewirken kann. Voraussichtlich im Herbst geht es im Rechtsverfahren zum Kraftwerk zur Sache. Dann muss sich die Stadt dort offiziell äußern. (eva)

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Schlagworte

Deutschland | Wertach | Rainer Schaal | CSU | SPD

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