Dienstag, 21. Mai 2013

08. Oktober 2009 19:45 Uhr

Stadtwerke fahren auf Strom ab

Auf dem Gelände der Stadtwerke am Obstmarkt wurde gestern Augsburgs erste öffentliche Ladestation für Elektrofahrzeuge eingeweiht. Ab Montag können Bürger, die ihr Elektrofahrrad oder ihren Segway aufladen wollen, in einer Testphase bei den Stadtwerken kostenlos Strom abzapfen. "Wir wollen bei diesem Thema vorne dran sein. Und wenn die Säule gut angenommen wird, stehen wir bereit, die ganze Stadt flächendeckend damit auszustatten", erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Claus Gebhardt bei der Einweihung der Ladestation.

In einer zweiten Phase planen die Stadtwerke dann ab dem Frühjahr ins Zweiradverleihgeschäft einzusteigen. Im Gespräch sind derzeit Angebotspakete für die Kunden, die sich an der Ladestelle ein Elektrorad oder einen Elektroroller mieten und dort mit der Karocard auch aufladen können. "Letztlich ist das ein neues ÖPNV-Angebot für unsere Kunden", sagte Gebhardt. "Wir stellen uns das so vor, dass der Kunde mit der Straßenbahn in die Stadt fährt und sich dann hier bei uns für zwei oder drei Stunden ein Elektrofahrrad ausleihen kann."

Mit dem neuen Angebot will die Stadt nach Angaben von Umweltreferent Rainer Schaal (CSU) einen Schritt hin zur E-Mobilität gehen. "Elektromobilität ist ein Stück Zukunft, wo wir ein hohes Engagement zeigen müssen und zeigen werden", sagte Schaal. "Wir müssen davon ausgehen, dass sich das Mobilitätsverhalten in Zukunft komplett verändert. Da muss man auch Elektromobilität anbieten. Und ein Elektrofahrzeug taugt eben nichts, wenn man es nicht ortsnah aufladen kann."

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Derzeit ist die Aufladestation nur für Zweiräder konzipiert. Doch ein Konzept für Elektroautos ist bereits angedacht. "Wir haben direkt an der Station zwei Sonderparkplätze beantragt, an denen wir Zapfsäulen für Elektroautos installieren wollen", sagte Claus Gebhardt. Besonderen Wert legt er auf die Umweltfreundlichkeit des neuen Projekts. Denn die neuen Elektroflitzer sind nicht nur leise, sondern produzieren auch keine Abgase. Zusätzlich, so Gebhardt, stamme der Strom aus der Ladestation zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen, etwa aus dem Biomasse-Heizkraftwerk der Stadtwerke. (gau)

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