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09. September 2010 21:10 Uhr

Geschäftsidee

Taxler machen in Augsburg Schlüsseldiensten Konkurrenz

Der Anruf beim Schlüsseldienst kann teuer enden. An diesem Punkt setzt eine Geschäftsidee aus Thüringen an, die auch in Augsburg Fuß fassen soll. Von Christian Mühlhause

Ein Gegenstand, der gerne verlegt wird: der Schlüssel.

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon ist es passiert, die Haustür ist zugefallen und der Schlüssel liegt noch in der Wohnung. Glück hat, wer beim Nachbarn oder Bekannten einen Schlüssel hinterlegt hat, sofern diese zu dem Zeitpunkt greifbar sind. Oftmals bleibt nur der Anruf beim Schlüsseldienst und das kann sehr teuer werden.

An diesem Punkt setzt eine Geschäftsidee der thüringischen PINkey AG an, die es nun auch in Augsburg gibt. Gemeinsam mit Partnern vor Ort, in der Fuggerstadt mit Taxi Augsburg, bietet sie einen Einlagerungsservice für Ersatzsschlüssel an. Der Service soll 30 Euro im Jahr kosten. Tritt der "Unglücksfall" ein, werden weitere 15 Euro für die Anlieferung durch einen Taxifahrer fällig. Die Anbieter garantieren die Anlieferung innerhalb einer Stunde. "Die Idee dazu hatte Taxi Bremen. Von denen haben wir vor längerer Zeit eine Lizenz erworben, allerdings war es bislang zu wenig bekannt und wurde kaum genutzt. Durch PINkey wurden die Abläufe verbessert und die Idee weiterentwickelt", erklärt Ferdi Akcaglar, Chef von Taxi Augsburg.

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Zwischen Schlüssel und Kundendaten gebe es keine Verbindung, versichert Steffen Malessa von PINkey. Der Betroffene meldet sich im Callcenter, gibt seine Daten und sein Passwort zum Abgleich an und benennt anschließend einen Treffpunkt seiner Wahl sowie ein Übergabepasswort. Noch sei die Kundenzahl "nicht ganz fünfstellig", so der Firmengründer. Er will perspektivisch ein Prozent der 39 Millionen Haushalte in Deutschland erreichen.

Auch in Königsbrunn, Neusäß und Gersthofen

Die abgegebenen Schlüssel werden in Spezialtresoren verwahrt. Die Dienstleistung soll in Augsburg sowie angrenzenden Städten wie Königsbrunn, Gersthofen und Neusäß angeboten werden. Akcaglar glaubt an den Erfolg des Projektes, schließlich sei diese Lösung "einfach und günstig im Gegensatz zu Schlüsseldiensten".

Das will Armin Ritter von der Firma Schlüssel Fritz in Pfersee so nicht stehen lassen. Er räumt zwar ein, dass Abzocker der Branche auch in Augsburg zu schaffen machten, verweist aber auch darauf, dass es seriöse Unternehmen gebe. So koste das einfache Öffnen mit einem Drahthaken bei Schlüssel Fritz für Pferseer 30 Euro, in der Innenstadt 50 und in Lechhausen 80 Euro. Wird allerdings aufwendiges Werkzeug benötigt oder die Leistung lässt sich nicht innerhalb von zehn Minuten erbringen, wird es teurer. "Zulagen für Wochenend- oder Nachtdienste verlangen wir aber nicht", betont Ritter. Im Schnitt fielen etwa 60 Euro an. (chmü)

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