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07. Oktober 2008 19:55 Uhr

Augsburg und Region

Teures Benzin: Mehr Radler,mehr Unfälle

Hohe Benzinpreise bedeuten mehr Radfahrer und mehr Unfälle von Arbeitnehmern - davon können Unternehmen in der Region ein (Klage)Lied singen. Deshalb haben die betroffenen Firmen jetzt spezielle Sicherheitskampagnen gestartet. Von Lea Thies und Thomas Faulhaber

Von Lea Thies und Thomas Faulhaber

Hohe Benzinpreise = mehr Radfahrer = mehr Unfälle von Arbeitnehmern - davon können Unternehmen in der Region ein (Klage)Lied singen. "In den letzten Monaten haben sich die Radunfälle verdreifacht", sagt Osram-Betriebsratsvorsitzender Willi Sattler.

Aus Kostengründen würden inzwischen viele Mitarbeiter auf das Rad umsteigen. Bei der Firma Pfister treten 25 Prozent mehr Mitarbeiter die Pedale. Diesen Trend begrüßen etliche Unternehmen, schließlich hält Radfahren gesund und fit. Der Haken allerdings: Durch so genannte Wegeunfälle gibt es auch vermehrt Arbeitsausfall. Osram klärt daher bei Betriebsversammlungen über die Gefahren des Radelns auf. manroland hat nun extra eine Sicherkeitskampagne für Radler gestartet, um die Zahl der Unfälle zu senken.

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Von den rund 3000 Mitarbeitern kommen inzwischen zwischen 700 und 750 mit dem Rad zur Arbeit. Früher seien es 450 bis 500 gewesen. Die Zahl stieg laut Anton Büchele, Leiter der Arbeitssicherheit manroland, kontinuierlich mit den Benzinpreisen an. Weil auch die Zahl der Wegeunfälle zunahm, gab¿s nun Rat rund ums Rad. "Die Resonanz war super", sagt Büchele. Bei einem frühmorgendlichen Fahrrad-Check zum Schichtwechsel wurden 500 Mitarbeiter vor dem Werk in Augsburg beraten. Es gab 200 Sicherheitssets (Fahrradhelm, Warnweste, Fahrradbrille und Handschuhe) zu gewinnen. Außerdem will manroland bald Mitarbeitern vergünstigte Schutzkleidung anbieten.

"Das ist eine Super-Aktion", meint Janos Korda vom Fahrradclub ADFC und wünscht sich bei anderen Firmen Nachahmer. Er hat ebenfalls eine höhere Radfahrerdichte festgestellt, seit die Benzinpreise gestiegen sind.

Wie viele Radfahrer auf dem Weg zur Arbeit oder zurück in einen Unfall verwickelt sind - darüber gibt es jedoch keine genauen Zahlen. Bei der Polizei werden nur die ganz schweren Stürze registriert. Nicht aber, wenn ein Fahrer sich ein paar Schrammen zuzieht und weiterfährt. Die Unfallursachen sind nach Auskunft der Experten: Missachtung der Verkehrsregeln, zu hohes Tempo, fehlende Beleuchtung und dunkle Kleidung.

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