Mittwoch, 17. Januar 2018

29. Oktober 2014 07:01 Uhr

Neu-Ulm

Turner bald unter neuem Dach

Die Pfuhler Sportler sehnen schon den Tag herbei, an dem sie aus der alten Halle ausziehen dürfen. Ein Lichtblick war gestern der Baubeginn am neuen Turnzentrum.

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„Es gab viele Runde Tische, viele Gespräche und viele Diskussionen im Vorfeld“, sagte TSV-Vorsitzende Ursula Hörger gestern, „doch jetzt haben wir uns durchgesetzt und eine gute Lösung gefunden.“ Diese ist 2,6 Millionen Euro teuer und 1500 Quadratmeter groß: Die Halle wird direkt neben dem Pfuhler Schulzentrum gebaut. Die Besonderheit: Auf dem Areal entsteht nicht etwa ein Gebäude für zahlreiche Vereine, sondern eines mit fest installierten Geräten für die Pfuhler Turner. Hörger signalisierte bereits gestern, dass die Cheerleader jedoch einen eigenen Raum bekommen werden, in dem möglicherweise vormittags auch andere Kurse angeboten werden könnten.

Zur feierlichen Eröffnung der Baustelle ist auch Alt-Landrat Erich Josef Geßner gekommen. „Er war einer der ersten mit dem wir dieses Projekt im Juli 2010 besprochen haben“, sagte Hörger. „Ihm und seinem Nachfolger Thorsten Freudenberger ist es zu verdanken, dass wir jetzt unser Turnzentrum bekommen.“ Ihr Dank galt auch den Vertretern des Bayerischen Sportverbandes (BLSV). Nachdem die Stadt Neu-Ulm die Baugenehmigung erteilt hatte, wurde diese im Juni an den BLSV geschickt, im August kam das erlösender Schrieben mit dem Ja zum Turnzentrum. „Anfangs hieß es, es dauert ein Jahr, bis alle Genehmigungen durch sind, doch weil wir hartnäckig waren, waren es bei uns nur fünf Monate“, sagte Hörger. Die Hartnäckigkeit musste auch sein, findet die Vorsitzende. Denn das alte Turnzentrum an der Augsburger Straße sei in einem miserablen Zustand. „Es zieht an allen Ecken, Wasser tropft durchs Dach und eine Überschwemmung hatten wir auch schon“, sagte Hörger. Die Halle war im Jahr 1999 eigentlich nur als Übergangslösung von etwa fünf Jahren gedacht.

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Ein „Meilenstein“ in der Geschichte des TSV

„Nun beginnt eine neue Ära für die Turnabteilung. Es ist neben dem Bau der Tennisanlage und der 100-Jahr-Feier ein Meilenstein in der Geschichte des TSV“, sagte Hörger. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg schloss sich seiner Vorrednerin an. „Die Verantwortung liegt nun beim Verein“, ergänzte er. „Jetzt können sie ihre schwierige Situation endlich bereinigen.“

Fertig werden könnte das Turnzentrum „im zweiten Quartal 2015“, sagte Hörger. Festlegen wollte sie sich aber noch nicht. Von den 2,6 Millionen Euro, die das Turnzentrum kosten wird, übernimmt 20 Prozent (der 2,5 Millionen Euro, die förderfähig sind) der BLSV, 60 Prozent die Stadt Neu-Ulm und der Landkreis schießt 40000 Euro zu. Er übernimmt zudem den Ausbau der Außenanlagen wie Zufahrt und Erschließung.

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Ein Artikel von
Katharina Dodel

Neu-Ulmer-Zeitung
Ressort: Lokales


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