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12. Dezember 2007 19:32 Uhr

Unendliche Trauer, Hoffen auf die Polizei

Manchmal sind es nur Worte der Fassungslosigkeit. Manchmal eine Art letzter Gruß, ein Ausdruck des Mitgefühls mit ihren Eltern und Freunden.

Oft die Hoffnung, dass die Polizei bald erfolgreich ist. Und immer wieder die Frage nach dem Warum: Der Mord an Nora bewegt die Menschen wie kaum ein anderes Verbrechen der vergangenen Jahre. Das zeigt sich auch im Diskussionsforum unserer Zeitung im Internet. Viele Menschen nutzen es, um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

"Ich wünsche der Familie sehr großes Durchhaltevermögen und dass der Täter gefasst wird und seine gerechte Strafe bekommt", bringt es Nutzer "Konsi" auf den Punkt. "Ich weiß wie schwer es sein kann, einen Familienangehörigen zu verlieren und leide mit der Familie." "Mir tut das Mädchen endlos leid, die Angehörigen und Freunde und alle, die um sie trauern", schreibt eine Autorin. Und Nutzerin "Christine" wendet sich direkt an die Familie: "Ich wünsche euch viel Kraft und einen starken Halt im Glauben um dies durchzustehen."

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"Ruft die Polizei"

Hart diskutiert wird im Forum über die Frage, ob Nora hätte gerettet werden können, als sie mitten im Wohngebiet mit dem Mörder um ihr Leben kämpfte (siehe auch weiterer Bericht). War es den Ohrenzeugen möglich zu erkennen, dass hier eine junge Frau Hilfe braucht? Oder ist man, wie auch Anwohner des Tatorts im Forum argumentieren, durch nächtlichen Lärm inzwischen so abgestumpft, dass man gar nicht mehr reagiert? "Wenn ein Mensch um Hilfe schreit dann braucht er sie. Ruft die Polizei, macht Euch bemerkbar, aber lasst um Gottes willen diesen Menschen nicht im Stich", appelliert jedenfalls ein Autor.

Viele Foren-Teilnehmer sind optimistisch und hoffen, dass die Ermittlungen der Augsburger Kripo bald zu einer Festnahme führen. War es eine Beziehungstat? Oder alles ein schrecklicher Zufall? Wie überall, so wird auch im Forum über die Hintergründe des Verbrechens gerätselt. Wobei so mancher vor Spekulationen warnt: "Ich bin mir sicher, dass der Täter gefunden wird. Aber lasst die Polizei ihre Arbeit machen. Dazu sind die ausgebildet und auch recht erfolgreich", bittet ein Autor.

Ein beklemmendes Gefühl

Trotzdem, auch das wird deutlich, sorgt das Verbrechen für Verunsicherung. "Ich komme selber aus Haunstetten, wohne nur ein paar Straßen von Noras Elternhaus entfernt und habe mich hier immer wohl gefühlt", berichtet eine Leserin. "Aber jetzt traue ich mich nachts nicht mehr allein auf die Straße." Ähnlich beschreibt es auch eine andere Nutzerin: "Es ist ein beklemmendes Gefühl zu wissen, dass Nora eine Straße von mir entfernt so ein furchtbares Schicksal widerfahren ist." (bo)

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