Eine Woche dauert die Besetzung des Audimax der Uni Augsburg inzwischen, an planmäßige Lehrveranstaltungen ist hier seither nicht mehr zu denken. Durch Notmaßnahmen kann der Betrieb trotzdem aufrecht erhalten werden, was nicht zuletzt das Ergebnis einer guten Kommunikation von Studierenden und Hochschulleitung ist.
"Die Studierenden, die sich dem Protest angeschlossen haben, sind auf uns zugekommen und haben Alternativvorschläge unterbreitet, damit diejenigen die wollen, trotzdem ihre Vorlesungen besuchen können", erklärt Vizepräsident Werner Wiater. Seither finden die Vorlesungen ersatzweise in der Mensa statt, oder im Musiksaal der Universität an der Schillstraße. Die streikenden Studenten sorgen per Blog und auf Aushängen vor dem Hörsaal dafür, dass die Raumänderungen bekannt werden. Für Wiater ist die Besetzung eine "aus studentischer Sicht notwendige Maßnahme, um auf zentrale Anliegen der Studierenden aufmerksam zu machen."
Eines dieser Anliegen, die Reform der Bachelor- und Masterstudiengänge, unterstützt er ausdrücklich: "Die Studiensituation in Augsburg soll möglichst gut gestaltet werden." Mit der Ausarbeitung solle begonnen werden, sobald die offiziellen Forderungen der Studierenden vorliegen. Diese sollen heute bei einem Gespräch mit Wissenschaftsminister Heubisch in Würzburg präsentiert werden.
Wie lange der Streik noch dauert? Lehramtsstudent Florian von der Arbeitsgruppe Presse erklärt, "es ist erst vorbei, wenn keiner mehr kommt" und Tobias, der seit Anfang an dabei ist, fügt hinzu: "noch ist keine Forderung erfüllt."
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