Räumen die streikenden Studenten über Weihnachten das Audimax? Die Unileitung hat den Besetzern gestern ein Angebot unterbreitet: Wenn sie über die Weihnachtsfeiertage eine Pause einlegen und den großen Hörsaal verlassen, können sie im neuen Jahr ihre Besetzung ohne Konsequenzen fortsetzen. Von Angela Effenberger
Schlafsäcke, Matratzen und Protestbanner dürfen im Hörsaal bleiben, nur die Studenten müssen raus. Die Unileitung habe die Zusage gegeben, dass die Sachen im Audimax bleiben, sagte Pressesprecher Klaus Prem. Seit einem Monat schlafen dort knapp 20 Studenten. Die Unileitung möchte den Hörsaal über Weihnachten, wenn keine Vorlesungen und Seminare stattfinden, absperren und die Heizung herunterdrehen - so wie es jedes Jahr sei, sagte Pressesprecher Prem. Am 7. Januar könnten die Protestierenden wieder in den Hörsaal zurück.
Jetzt liegt es an den Studenten. Einsperren werde man die Besetzer auf keinen Fall. Sollten sie den Hörsaal nicht verlassen, müsse vor allem geklärt werden, wer für mögliche Schäden haftet. "Wenn die Studenten nicht bereit sind, den Hörsaal zu räumen, müssten sie die Haftung übernehmen, wenn etwas passiert", so der Unipressesprecher. Dieser Ausweg, so Prem, sei aber auch für die Unileitung die letztgewollte Option.
Forderungskatalog an Unileitung
In einer Versammlung wollten die Studenten gestern Abend über diesen Vorschlag diskutieren. Die Unileitung ihrerseits wird nach Aussage von Pressesprecher Prem in den kommenden Tagen den Forderungskatalog der Studenten - er umfasst die Punkte BAföG, Regelstudienzeiten und Studiengebühren - diskutieren.
Die Demonstrationen gehen derweil weiter. Gestern am späten Nachmittag sang der studentische Protestchor auf dem Augsburger Christkindlesmarkt.
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