Studentin Alina Geesen will am ersten Tag im Sommersemester nicht zu spät zur Vorlesung kommen. Vorsichtshalber hat sie einen früheren Zug nach Augsburg genommen und mehr Zeit zum Umsteigen in die Tram einkalkuliert. Am Montag läuft am Haltepunkt „Haunstetter Straße“ aber alles reibungslos. Gegen 9.30 Uhr sind die Straßenbahnen zwar so voll, dass viele Passagiere stehen müssen. Aber alle, die mitfahren wollen, kommen mit. Das ist nicht immer so.
Die Stadtwerke hatten sich auf den erwarteten Ansturm zum Semesterstart vorbereitet. In den Spitzenzeiten frühmorgens, mittags und spätnachmittags, in denen neben Studenten auch Schüler und Berufstätige unterwegs sind, wurden zwischen dem Roten Tor und der Stadionschleife zusätzliche Trams eingesetzt. „Die Linie 13 zur Uni lief gestern recht gut und stabil“, bilanziert Stadtwerkesprecher Jürgen Fergg. Trotz des aktuellen Ersatzfahrplans (mit neuen Linien und längeren Taktzeiten im Fahrplan) sei der Andrang gut bewältigt worden.
Auch von Studenten, die wir vor Ort an den Haltestellen befragten, kommt noch keine Kritik. Bei der Studentenvertretung sieht man noch keinen Anlass zur Entwarnung. Denn die meisten Studierenden werden erst ab der kommenden Woche in die Vorlesungen strömen. Deshalb gibt es eine neue Online-Umfrage für Studenten, die ihre Erfahrungen mitteilen wollen.
Mit Blick auf die Zukunft gibt es für die Studenten aber eine schlechte Nachricht: Das Semesterticket soll zum Sommersemester 2013 um 4,30 Euro teurer werden. Das haben die Stadtwerke der Studentenvertretung Asta mitgeteilt. Danach soll das Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr künftig 54,90 Euro kosten. Bei den Stadtwerken spricht man von einer turnusgemäßen Preiserhöhung alle zwei Jahre, um steigende Koste für Personal und Energie auszugleichen. Die Studentenvertretung lehnt die Erhöhung ab. Durch den Kö-Umbau sei die Anbindung zu Uni erheblich beeinträchtigt. Bei sinkender Dienstleistung werde Fahrgästen in die Tasche gegriffen.