Die Leitung der Uni Augsburg will die Besetzung des Großen Hörsaals nicht mehr länger dulden. Gestern hat Vizepräsident Werner Wiater die protestierenden Studenten aufgefordert, das Audimax wieder freizugeben. Gleichzeitig wurde ihnen die gewünschte Stellungnahme der Unileitung zu ihren vorläufigen Forderungen übergeben. Die Besetzer wollen ihren Protest jedoch weiterführen.
Laut Wiater ist die geforderte Reform der Bachelor- und Masterstudiengänge an der Uni voll in Gang. Vergangene Woche sei bereits über Verbesserungen beim modularisierten Lehramtsstudium beraten worden. Dies habe zu konkreten Initiativen der Universitätsleitung geführt. Am kommenden Mittwoch will die Unispitze den genauen Bedarf für eine Optimierung beim Bachelor- und Masterstudium ermitteln. In der Sitzung sollen neben Professoren, gewählten Studentenvertretern und Mitarbeitern des Prüfungsamtes auch zwei Vertreter der streikenden Studenten teilnehmen. Anschließend sollen Arbeitsgruppen für die einzelnen Studiengänge gebildet werden, die schnell Reformvorschläge machen. Damit entspreche die Universitätsleitung in ihrem Zuständigkeitsbereich den Erwartungen ihrer über 15 000 Studenten und den Forderungen der Hörsaalbesetzer, so Wiater.
Die Besetzer im Audimax erhielten die Stellungnahme gestern Abend. Sie halten das Schreiben inhaltlich für nicht ausreichend und in einzelnen Punkten für widersprüchlich. Sie sehen deshalb keinen Anlass, die Besetzung zu "vorschnell zu beenden". Am Sonntag soll es einen Schülerkongress im Audimax geben. Auch der Streik über Weihnachten sei noch nicht vom Tisch, hieß es. (eva)
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