Montag, 27. März 2017

27. September 2010 22:15 Uhr

Unsichere Zukunft für Haunstettens Krankenhaus

Die Generalsanierung des Klinikums könnte das Aus für das Krankenhaus in Haunstetten bedeuten. Das sogenannte Klinikum Süd wurde gerade erst für knapp 21 Millionen Euro saniert, in zehn Jahren könnte es komplett aufgegeben werden. "Wir sind hochgradig alarmiert", sagt Christa Stephan. Die SPD-Stadträtin aus Haunstetten sitzt im Verwaltungsrat des Klinikums. Dessen Vorsitzender ist der Augsburger OB Kurt Gribl (CSU). Er sagt: "Das Haus in Haunstetten wird es weiter geben."

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Doch fraglich ist offenbar, in welcher Form. Die Diskussion über den Fortbestand des 150-Betten-Krankenhauses, das die Stadt Augsburg mit der Eingemeindung Haunstettens Anfang der 1970er Jahre "geerbt" hat, hängt mit den Überlegungen für die Generalsanierung des Klinikums in Kriegshaber zusammen. Dabei stehen drei Szenarien zur Debatte, die alle eine Änderung des medizinischen Angebots in Haunstetten zur Folge hätten:

Kompletter Neubau des Klinikums und Aufgabe des Standorts in Haunstetten.

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Sanierung des Klinikums, Erhalt von Haunstetten mit anderem medizinischen Angebot (z.B. Altersmedizin). Aufgabe der Notaufnahme dort in etwa zehn Jahren.

Sanierung des Klinikums unter Integration von Haunstetten, das nach Abschluss des Umbaus anders genutzt wird, beispielsweise für die Anfänge einer Uniklinik.

Bereits zwei Gutachten haben den Betrieb im Augsburger Süden als unwirtschaftlich und den Umbau damit als Fehlinvestition bezeichnet. Nach internen Berechnungen des Klinikums verursacht der Betrieb der Filiale jährlich Verluste von fünf Millionen Euro. "Haunstetten ist ein Millionengrab und eine gigantische Fehlentscheidung all derer, die in der letzten Amtsperiode das Sagen hatten", wettert Rolf Harzmann, früherer Chefarzt und Klinikumsspezialist der Stadtratsfraktion von Pro Augsburg.

Die langjährige Verwaltungsrätin Christa Stephan sieht dagegen kein Verschulden der örtlichen Politiker. Das Gesundheitsministerium habe an Umbau und medizinischer Ausrichtung entscheidend mitgewirkt, der Freistaat trägt auch den Löwenanteil der Umbaukosten. Zudem, so die Stadträtin, hätten die Menschen im Augsburger Süden berechtigtes Interesse am Erhalt eines Krankenhauses, in dem es eine Notaufnahme und die Möglichkeit für kleinere Eingriffe gibt. Stephan: "Schließlich leben in Königsbrunn und Haunstetten über 50 000 Menschen."

Teuer macht den schon spezialisierten Krankenhausbetrieb offenbar der doppelte Aufwand, der in der Filiale im Süden und in der Zentrale im Augsburger Westen getrieben werden muss, weil einzelne Kliniken auf beide Standorte verteilt sind. Jetzt versucht die Klinikumsleitung gegenzusteuern: Zum 4. Oktober zieht die Hals-Nasen-Ohren-Klinik komplett um: nach Haunstetten. »Kommentar

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Christoph Frey

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