Univiertel/Augsburg Die Erleichterung, dass das Projekt "Sport nach 1" von Schulamt und Bayerischem Landes-Sportverband (BLSV) erfolgreich auf den Weg gebracht wurde, war bei der Auftaktveranstaltung in der Blériot-Volksschule allen Beteiligten anzumerken.
"Es war ein langer, teils dorniger Weg. Ich freue mich, dass es jetzt losgeht", sagt Cornelia Wittmann, Leiterin der Schule. Das Projekt will Sportvereine in das Konzept der Ganztagsschule einbinden. Dies erwies sich als schwierig, da vormittags beziehungsweise am frühen Nachmittag viele Übungsleiter noch beruflich eingebunden sind.
An der Bildungseinrichtung im Univiertel engagieren sich beispielsweise der TSV Göggingen mit einer Arbeitsgemeinschaft Handball und die DJK Göggingen bietet ein Mix aus Spielen und Ernährung an.
Die Idee für das Projekt entwickelten Bernd Kränzle, Vizepräsident des BLSV, und Heidi Diesenbacher, Kreisjugendleiterin des BLSV, vor neun Monaten. Damals rüttelten sie die häufigen Meldungen über Alkoholmissbrauch und Gewaltausbrüche von Jugendlichen auf. "Wir haben uns an den Leiter des staatlichen Schulamtes, Gerhard Nickmann, gewandt und sind auf großes Interesse gestoßen", erinnert sich Kränzle. Diesenbacher schaute im nächsten Schritt, welche Sportvereine sich in der Nähe der teilnehmenden Ganztagsschulen befinden und nahm Kontakt auf. "Die örtliche Nähe zwischen Bildungseinrichtung und Vereinen war uns wichtig", erklärt Diesenbacher.
Darüber hinaus konnte mit der Stadtsparkasse ein Sponsor gewonnen werden, der das Projekt finanziell unterstützt. Die teilnehmenden Vereine erhalten für ihr Engagement einen kleinen finanziellen Zuschuss, so Kränzle.
Zufrieden zeigte sich auch Nickmann. "Es ist wichtig, das Konzept der Ganztagsschule mit sinnvollen Inhalten zu füllen. Das Modell verändert den Lernrhythmus, bietet aber auch Chancen zur Kooperation", so der Schulamtsleiter.
Sponsor von Konzept überzeugt
Er betonte zudem, dass ihn die gefundene Lösung erfreue, weil so Nachhaltigkeit gesichert sei und nicht jemand beteiligt sei, der nur das Geschäft wittere. Das Projekt ist zunächst für ein Jahr abgesichert. Er äußerte zudem die Hoffnung, dass die Stadtsparkasse längerfristig dabei bleibt. "Ich spüre ihre eindringliche Bitte und mache es gerne. Ich bin von dem Konzept Integration durch Sport überzeugt", sagte der angesprochene Sparkassenvorstand Walter Eschle.
Teilnehmer Es beteiligen sich elf Schulen. Darunter die Volksschulen Blériot, Kerschensteiner und Friedrich-Ebert sowie die Albert-Einstein-Hauptschule.
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