Hochzoll (alon) - Mit so vielen interessierten Besuchern hatten die beiden jungen Künstler Marina Weimann und Johannes Kübel nicht gerechnet. Kurz vor Beginn ihres Konzertes im Holzerbau musste sogar noch ein bisschen nachbestuhlt werden, damit für die knapp 100 Gäste ausreichend Sitzmöglichkeiten vorhanden waren.
Wahrscheinlich hatte es sich schon herumgesprochen, wie die kurze Kostprobe des "Duos Saitensprung" anlässlich der Eröffnung der Hochzoller Kulturtage den Zuhörern gefallen hatte.
Dramatisch-pathetisch begannen die Pianistin und der Cellist ihr Programm "Von Klassik bis Tango" mit dem "Carmen Tango" von Igor Loboda, einem 1954 in Ingolstadt geborenen Komponisten. Schon im ersten Stück zeigte sich, dass bei diesem Duo das Klavier nicht nur begleitende, sondern eine absolut gleichberechtigte Rolle einnimmt. Motive aus der Bizet-Oper wurden abwechselnd vom Cello und vom Klavier angedeutet - während der jeweilige Partner mit akustischen Überraschungen das Bekannte brach.
Begeisterung der Zuhörer verlangt nach Zugabe
In der folgenden Habanera von Maurice Ravel zitierte Johannes Kübel mit seinem Cello die schmelzenden Fiedler der Zigeuner mit schleifenden Glissandi.
"Zart und mit Ausdruck" lautet der Titel eines Fantasiestücks von Robert Schumann - viel Ausdruck und viel Dramatik bescherten Marina Weimann und Johannes Kübel mit ihrem furiosen Spiel.
Auch nach der Pause ging das Programm mit Tangos von Peter Ludwig, Enrique Francini und Angel Villoldo leidenschaftlich weiter. Für den verdienten Applaus bedankte sich das "Duo Saitensprung" mit zwei Zugaben bei ihren ebenso leidenschaftlichen Zuhörern.
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