Die Bauarbeiten neben dem Großen Haus kommen gut voran, auch wenn die Kälte für Verzögerungen sorgt. Die Fassade und der Estrich können erst später gemacht werden, doch der Architekt will den Zeitplan einhalten. Von Nicole Prestle

Von Nicole Prestle
Ortstermin in der künftigen zweiten Spielstätte der Augsburger Bühnen. Architekt Gerhard Bestler läuft durch den mit 366 Quadratmeter größten Raum im Erdgeschoss. Er ist das eigentliche Theater. „Bis hierher wird die Bühne gehen“, sagt Bestler und zeigt auf eine Stelle mitten im Saal. Dahinter steigen später die Zuschauerränge steil nach oben. Die Besuchertribüne nimmt 144 Quadratmeter ein und bietet Platz für 247 Zuschauer; in etwa so viele wie in der Komödie. Das Ensemble wird im „Container“ auf Bodenniveau auftreten. Die Bühne geht bis knapp vor die erste Zuschauerreihe. Weil die steil angelegt sind, wird man laut Bestler von jedem Platz aus gut nach vorne sehen.
Der Eingang zur Spielstätte liegt an der Kasernstraße. Neun Stufen führen hinauf zur Tür, durch die man ins Foyer gelangt. Es ist groß genug für Garderobe, eine Theke für Catering, Kassen und Toiletten. Auch für die Ensemblemitglieder wird sich die Lage verbessern: Es gibt ausreichend Umkleideräume im ersten Stock, für Maske und Requisiten stehen ebenfalls Zimmer zur Verfügung. Die WCs sind nach Männern und Frauen getrennt, was in der Komödie nicht so war. Das Ballett hat über der Hinterbühne einen kleinen Raum, in dem es sich aufwärmen kann. Im ersten Stock gibt es eine zusätzliche Probebühne mit 350 Quadratmetern.
Im Zeitplan wurden Bestler und sein Team ein wenig zurückgeworfen. Weil es so kalt war, konnte der Estrich noch nicht gelegt werden. „Wenn es eng wird, mischen wir Chemie bei, dann verkürzt sich die Zeit, die der Estrich zum Trocknen braucht“, sagt Bestler. Auch die Außenfassade an den Seiten konnte noch nicht angeschraubt werden. Der Kostenrahmen – 5,9 Millionen Euro – wird wohl eingehalten.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: