Die Behelfshaltestellen in der Maxstraße haben keine Überdachungen. Die Stadtwerke wollten sie errichten, doch dann kam ein Veto. Von Miriam Zissler
Trauben von Menschen stehen nun Tag für Tag in der kurzen Maximilianstraße, warten an der Übergangshaltestelle auf die Straßenbahn. Seit der Königsplatz in weiten Teilen für den Öffentlichen Personennahverkehr stillgelegt wurde, ist hier ein neuer Dreh- und Angelpunkt entstanden. Dafür haben die Stadtwerke eigens einen barrierefreien Zugang geschaffen, Tafeln informieren über den neuen Fahrplan.
Was offenbar vergessen worden ist, ist ein Unterstand: Es gibt keinen. Wenn es regnet, flüchten sich die Menschen deshalb in den naheliegenden Drogeriemarkt Rossmann, in den Vorraum der Augusta-Bank oder ins Outdoor-Geschäft Wellensteyn, stellen sich in Hauseingänge oder unter die Markise von Leder Buchler.
Daran wird sich nichts ändern - auf einen Unterstand müssen die Kunden der Stadtwerke auch künftig verzichten. „In der Maximilianstraße haben wir dafür sowohl in der Kurzen Maximilianstraße als auch vor dem ehemaligen Filmpalast keine Genehmigung von der Denkmalschutzbehörde erhalten. Dasselbe galt im Übrigen schon seit jeher für die Haltestelle vor dem Rathaus“, sagt Stadtwerkesprecher Jürgen Fergg.
Das bestätigt Gerhard Huber, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde in Augsburg. „Die Unterstände würden an diesen Stellen das Stadtbild erheblich stören. Auch im Kaisermeilenkonzept ist so etwas nicht vorgesehen“, sagt er.
Eine kleine Verbesserung wird es aber geben. Die Stadtwerke wollen Sitzmöglichkeiten schaffen.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren