Montag, 25. September 2017

09. November 2015 06:37 Uhr

B17 und A8

Was Augsburg gegen den täglichen Stau unternehmen will

Im Raum Augsburg siedeln sich zunehmend Logistikunternehmen an. Auf der B17 gibt es deshalb mehr Verkehr. Was dort umgebaut werden soll. Auch andere Projekte sind im Gespräch Von Eva Maria Knab

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Autofahrer sind genervt. Die B 17 zwischen Lagerlechfeld und Augsburg gilt an Werktagen morgens und abends als notorische Staustrecke.
Foto: Ruth Plössel

Pendler erleben es täglich. Der Autoverkehr im Großraum Augsburg nimmt zu. Ein Beispiel: Wer morgens aus dem Süden über die Bundesstraße 17 nach Augsburg zur Arbeit fährt, steckt regelmäßig im Stau. „Überlastungen“ auf der Strecke bestätigt man im Staatlichen Bauamt Augsburg. 2017 soll es Verbesserungen geben. Weitere Projekte in und um Augsburg sind angedacht, um die wachsenden Verkehrsströme besser in den Griff zu bekommen.

Große Logistikunternehmen haben sich angesiedelt

Fachleute gehen davon aus, dass insbesondere der Schwerlastverkehr und Wirtschaftsverkehr in Deutschland zunehmen werden. Das dürfte auch für den Großraum Augsburg gelten. Auf dem Lechfeld haben sich in den vergangenen Jahren große Logistikunternehmen angesiedelt, neben Amazon auch Aldi, DHL und Lidl. Demnächst kommt das neue Distributionszentrum der BMW Group hinzu. Auch das Güterverkehrszentrum zwischen Augsburg und Gersthofen wird weiter ausgebaut.

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Wie stark der Straßenverkehr insgesamt und auch im Zuge der Neuansiedlungen zunimmt, dazu gibt es noch keine belastbaren Zahlen. Aktuell läuft aber eine neue Verkehrszählung der Länder im Auftrag des Bundes. Bis Anfang Dezember wird an den Bundes- und Staatsstraßen im Raum Augsburg gezählt. Die Ergebnisse sollen im September 2016 vorliegen.

Regelmäßige Staus auf der B17

B17 Allerdings steht schon jetzt fest, dass an einer notorischen Staustrecke gehandelt werden muss. An der B17 zwischen Lagerlechfeld und Augsburg kommt es werktags in den Spitzenverkehrszeiten morgens und abends regelmäßig zu Staus. Nach den Zahlen von 2010 sind allein im Abschnitt zwischen Königsbrunn und Augsburg täglich 58000 Fahrzeuge unterwegs.

Das Ziel sei nun, den Verkehrsfluss auf der Zulaufstrecke von Süden zu verbessern, sagt der Bereichsleiter für Straßenbau im Staatlichen Bauamt Uwe Fritsch. Deshalb sollen große Schilderbrücken mit flexiblen Anzeigen installiert werden, ähnlich wie an Autobahnen. Die sogenannte „Streckenbeeinflussungsanlage“ kann beispielsweise das Tempo herunterregeln, um den Verkehr flüssiger zu machen. Die Wechselschilder werden zwischen den Anschlussstellen „Königsbrunn-Süd“ und „Eichleitnerstraße“ aufgestellt. Zusätzlich soll die B17 zwischen den Anschlussstellen „Göggingen-Haunstetten“ und „Messe“ um eine Fahrspur in jede Richtung verbreitert werden. Die Baumaßnahme ist vom Bund genehmigt und 2017 vorgesehen. Die Kosten liegen bei drei Millionen Euro.

Probleme auch auf der A8

A8 Weitere Staus nerven Autofahrer im Bereich der Autobahn 8 an der Anschlussstelle Augsburg-West bei Gersthofen. Auch dort gibt es inzwischen umfangreiche Gewerbeansiedlungen. Täglich sind rund 95000 Fahrzeuge unterwegs, an einzelnen Spitzentagen bis zu 130000. Von „zeitweisen Überlastungen“ der Anschlussstelle an einzelnen Tagen spricht man bei der Autobahndirektion Südbayern. Die Fahrzeuge stauen sich besonders in Richtung B2 zurück. Wie der Sprecher der Autobahndirektion Josef Seebacher mitteilt, werden derzeit verschiedene Möglichkeiten untersucht, wie die Situation an der Anschlussstelle verbessert werden kann. Mit ersten Ergebnissen sei im Frühjahr 2016 zu rechnen. „Zum jetzigen Zeitpunkt kann aber noch keine Aussage getroffen werden, ob ein Umbau aus wirtschaftlichen und baulichen Gründen überhaupt sinnvoll ist“, sagt Seebacher.

Nach Einschätzung von Fachleuten könnten sich Verbesserungen für staugeplagte Autofahrer im Zusammenhang mit einer anderen Maßnahme realisieren lassen: Der Autobahnbetreiber a+ muss eine Brücke über die A8 erneuern. Dieses Projekt ist nun so lange zurückgestellt, bis Klarheit herrscht, wie die gesamte Anschlussstelle künftig aussehen soll.

Stadtgebiet Die wachsenden Verkehrsströme beschäftigen auch die Planer im städtischen Tiefbauamt. Aktuelle Daten soll die Fortschreibung des Verkehrsmodells für den Großraum Augsburg liefern. Bis Anfang 2016 soll es als Grundlage für weitere Planungen vorliegen, beispielsweise für die Bürgermeister-Ackermann-Straße. Dort soll künftig die Tramline 5 verkehren. Die Einfallstraße muss auch zusätzlichen Verkehr aus dem geplanten Gewerbegebiet zwischen Stadtbergen und Steppach aufnehmen. Viele Autofahrer befürchten eine neue Staufalle. Tiefbauamtsleiter Josef Weber sagt jedoch: „Wir haben keine Bedenken bei der Leistungsfähigkeit für den Autoverkehr.“ Die Ackermann-Straße werde auch mit der Tramlinie weiter vier Fahrspuren behalten. Die Möglichkeiten zum Abbiegen sollen erhalten bleiben und ergänzt werden. Darüber hinaus will die Stadt die Verkehrsströme an allen großen Ausfallstraßen besser lenken. Ab 2016 soll es dort elektronische Anzeigetafeln geben, so wie jetzt schon eine zwischen Friedberg und Augsburg. Das „dynamische Verkehrsleitsystem“ empfiehlt bei starkem Verkehr Umleitungsstrecken. Weber ist überzeugt: „Wirkliche Staustellen gibt es in Augsburg nicht mehr.“

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