Mittwoch, 22. Mai 2013

06. Juli 2011 07:00 Uhr

Willy-Brandt-Platz

Weg zur City-Galerie in Augsburg: Lotter darf offenbar sperren

Die Stadt Augsburg prüft noch die Verträge, hat aber wohl kaum eine Handhabe, die Sperrung des Wegs zur City-Galerie zu unterbinden. Nun äußern sich auch die „Winterland-Betreiber“.

Anscheinend gibt es für die Stadt wenig rechtliche Handhabe, um gegen die Sperrung der Forsterpark-Zufahrt an der City-Galerie vorzugehen. Wie berichtet, werden Besucher der City-Galerie seit Samstag von Wachmännern am Durchgang gehindert. Aus den ihm vorliegenden Unterlagen ergebe sich nicht, dass Immobilienbesitzer Anton Lotter die Zufahrt für Passanten offen halten muss, sagte Ordnungsreferent Volker Ullrich (CSU) gestern auf Anfrage.

Der Zugang, der sich baulich kaum vom öffentlichen Willy-Brandt-Platz unterscheidet, gehört offenbar zum Bürokomplex Forsterpark. Allerdings ist die Lage deshalb verworren, weil es mehrere Unterlagen gibt. So existiert auch ein städtebaulicher Vertrag zwischen Lotter und Stadt, für den das Baureferat zuständig ist. Bei Teilen des abgesperrten Gebiets scheint die Stadt durchaus etwas mitzureden zu haben. Baureferent Gerd Merkle (CSU) war gestern nicht erreichbar.

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Anlass für die Sperrung durch Lotter dürfte gewesen sein, dass die Stadt den Betreibern des „Winterlands“ bereits Ende Juni den positiven Genehmigungsbescheid geschickt hat. Die Betreiber Helmut Wiedemann und Bruno Noli wollen auch heuer eine Kunsteislauffläche mit Buden auf dem Willy-Brandt-Platz errichten. Lotter ist das ein Dorn im Auge, wie er selbst sagt.

Doch selbst wenn die Verwaltung unter dem neuen Ordnungsreferenten Ullrich (seit 1. Juli im Amt) dies wollte, ließe sich der Bescheid jetzt nicht mehr abändern. Lotter hat schon angekündigt, gegen die Genehmigung vors Verwaltungsgericht ziehen zu wollen. Die SPD kritisierte die Stadtregierung für ihr bisheriges Handeln: Mit Lotter sei man offenbar schlecht umgegangen. Nun müsse eine einvernehmliche Lösung her.

Die „Winterland“-Betreiber äußerten gestern ihr Unverständnis über die Aktion. Man habe von Anfang an versucht, auf Lotter zuzugehen, heißt es. Von Bürgern seien nach dem Ende des „Winterlands“ keine Beschwerden wegen Lärm, sondern Lobesbriefe gekommen, so Wiedemann.

Am Donnerstag soll ein Gespräch zwischen der Stadt und Lotter stattfinden. „Wir wollen versuchen, Lösungen zu finden“, sagt Ullrich.

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