Wenn der Baum nadelt, der Weihnachtsbaum wohlgemerkt, dann ist das schon eine kleine Sensation. Zumindest im Hause von Schorsch und Erna. Sie haben keine Ruhe mehr: Da kommen die neugierige Nachbarin mit Tochter, der Journalist für die Rubrik "Namen und Neuigkeiten" und sogar eine Professorin, um sich das Schauspiel anzusehen - und es mit (Weihnachts-)Liedern und Geschichten zu kommentieren.
Im Hoffmannkeller hat das Theater dazu eine bunt glänzende Satire auf Weihnachten kreiert. In vielen Farben, wie die Darsteller aus dem Schauspiel und Musiktheater betonten. Elna Lindgens, Eva Maria Keller, Martin Herrmann, Michael Stange, Selale Gonca Cerit und Serpil Demirel brauchten keine große Gestik, keine große Dramatik für einen amüsanten Abend.
Die aufgestylte Erna mit Perlenkette, Schürze und Nudelholz, der Schorsch mit Wolljacke und Schlappen, die schicke alte Dame mit Haarwelle oder die Professorin in strengem Kostüm - allein durch die Charaktere war für Unterhaltung gesorgt.
Das wohl dosierte Spiel machte es perfekt - es reichten die gemeinschaftlich großen Augen oder ein verhaltenes Nesteln am Tuch zum ernsten neuen Text auf Weihnachtsmelodien. Das Publikum im ausverkauften Keller war begeistert - es forderte zwei Zugaben und stimmte am Ende gemeinschaftlich in "Schneeflöckchen" ein. (juni)
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