Anrempeln im Pausenhof, laute Musik im Schulbus, Abfall liegen lassen - ist das schon Gewalt? Darum ging es in einer ungewöhnlichen Sportstunde der Agnes-Bernauer-Realschule.
Spezielles Programm für Neuntklässlerinnen
Die Sport- und Ethiklehrerin Gabi Blaimer und der Ninjutsu-Kampfkunsttrainer Joachim Brychta erarbeiteten ein spezielles Programm für die Neuntklässlerinnen.
Brychta: "Es ist wichtig, Jugendliche bereits auf subtile Formen von Gewalt aufmerksam zu machen." Gewalt ausüben ist für ihn auch schon, wenn man mit Zwang - sei es seelischer oder körperlicher - etwas gegen den Willen des anderen durchsetzt.
Die Mädchen lernten in Übungen, Diskussionen und mithilfe eines Films, auf Gewalt zu achten und damit umzugehen. Die 15- bis 16-Jährigen waren beeindruckt, mit welch einfachen Mitteln das oft möglich ist - und das wiederum fördert Courage und Verantwortungsbewusstsein.
Weitere Schulen haben Interesse angemeldet. Und was kann man gegen Gewalt tun? Hier ein paar Hinweise aus dem Programm:
Stimme Eine feste und kräftige Stimme trainieren.
Auftreten Sich klar und eindeutig ausdrücken, wenn man etwas nicht will.
Körperhaltung Durch eine selbstbewusste Körperhaltung kann man Übergriffe vermeiden.
Tricks Oft wirken kleine Verteidigungtricks - etwa den richtigen Nervenpunkt an Knie oder Ellbogen zu kennen - mehr als bloße Kraft. (kru)
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