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05. Oktober 2009 21:30 Uhr

Zoo will Obama in Uganda das Leben retten

Drei junge Onager auf einen Streich. Über diesen Zuchterfolg bei den seltenen Wildeseln war die Freude im Augsburger Zoo riesengroß. Heuer gibt es zum ersten Mal seit zehn Jahren Nachwuchs in der Herde. Aber der Zoo züchtet nicht nur Onager. Er macht jetzt auch bei einem Schutzprojekt im Iran mit. Dort drohen die Wildesel auszusterben.

Für Zoo Augsburg ist der Einstieg in den internationalen Naturschutz eine Premiere. Und Direktorin Barbara Jantschke hat dafür einen guten Grund: "Ein moderner Zoo hält Tiere als Botschafter ihrer Artgenossen in freier Natur. Eine essenzielle Aufgabe ist es aber auch, die Tiere in der Wildnis zu schützen und sich vor Ort zu engagieren."

Bei den Onagern klinkt sich Augsburg in ein Projekt des Tierparks Hagenbeck ein. Er hat 1954 die ersten Onager nach Europa geholt und führt das Zuchtbuch der Zoos. Laut Jantschke leben weltweit nur noch rund 300 Onager in freier Wildbahn, und zwar in zwei Reservaten im Iran. Zusammen mit der iranischen Regierung läuft nun ein Forschungsprogramm an, das die Lebensgewohnheiten der Wildesel genauer erkunden soll. Zehn Tiere werden mit Sendern ausgestattet. Der Augsburger Zoo finanziert einen der Sender mit 5000 Euro.

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Auch bei einem Schutzprojekt für Nashörner in Uganda steigt Augsburg ein. Dort wurden in den Bürgerkriegen Nashörner regelrecht abgeschlachtet und ausgerottet. Nun versucht die ugandische Regierung zusammen mit einer privaten Initiative, heimischen Arten wie das nördliche Breitmaul-Nashorn und Spitzmaul-Nashorn neu anzusiedeln. 2002 wurde ein Park eingerichtet.

Dort leben ausgewilderte Rhinos, die rund um die Uhr von Rangern bewacht werden. In dem Park wurde heuer im Juli ein Nashorn namens "Obama" geboren. Wie Jantschke erzählt, ist es das erste Rhino-Baby seit über 20 Jahren in Uganda.

25 000 Euro aus Augsburg

Internationale Fördergelder für das Projekt, das schon länger läuft, sind weitgehend ausgelaufen. Der Zoo Augsburg unterstützt das Vorhaben deshalb mit 25 000 Euro. Übrigens: Welche Projekte in welchen Ländern im Einzelfall Gelder bekommen, entscheidet nicht die Zooleitung, sondern ein neu eingerichtetes Kuratorium. (eva)

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