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A8-Ausbau: Zwei Sperrungen an einem Wochenende

A8-Ausbau

Zwei Sperrungen an einem Wochenende

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    Die Autobahn aus der Vogelperspektive: Unser Luftbild zeigt den Autobahnanschluss der A 8 bei Zusmarshausen. Sie ist ab Freitagabend in Richtung München gesperrt, ebenso wie die Auffahrt bei Neusäß in Richtung Stuttgart.
    Die Autobahn aus der Vogelperspektive: Unser Luftbild zeigt den Autobahnanschluss der A 8 bei Zusmarshausen. Sie ist ab Freitagabend in Richtung München gesperrt, ebenso wie die Auffahrt bei Neusäß in Richtung Stuttgart. Foto: Marcus Merk

    Wer am Wochenende auf der A 8 unterwegs ist, sollte um die Anschlussstellen Neusäß und Zusmarshausen einen Bogen machen. Beide Auffahrten sind ab Freitag, 7. Juni, um 20 Uhr in jeweils eine Richtung gesperrt: Zusmarshausen in Richtung München und Neusäß in Fahrtrichtung Stuttgart. Beide Sperrungen sollen bis Montagmorgen um 5 Uhr wieder aufgehoben sein.

    Baustellen: Großprojekte in der Region

    Die A 8 ist eine der längsten Baustellen Bayerns. Bis zum Jahr 2010 wurde die Strecke zwischen München und Augsburg sechsspurig ausgebaut. Seit Herbst 2011 ist das 41 Kilometer lange Teilstück zwischen Augsburg und Günzburg an der Reihe. Bis zum Jahr 2015 sollen die Arbeiten dort abgeschlossen sein.

    Der Ausbau der A 8 stellt die Planer vor besondere Herausforderungen, weil sich auf dem Abschnitt zwischen Augsburg und Günzburg rund 50 Brücken befinden. Außerdem entstehen auf dieser Strecke drei neue Parkplätze bei Horgau, Zusmarshausen und Scheppach und die Raststätte bei Burgau soll ausgebaut werden.

    Die Pläne zur Elektrifizierung der Allgäubahn, der rund 220 Kilometer langen Zugstrecke zwischen München und Lindau, reichen bis ins Jahr 1978 zurück. Jedoch wurde die Umsetzung dieses Projekts bisher immer wieder verschoben.

    Dennoch wird entlang der Allgäubahn wohl schon bald eine weitere Großbaustelle in Bayern entstehen. Die Deutsche Bahn rechnet mittlerweile damit, die Elektrifizierung der Stecke bis zum Jahr 2020 umzusetzen. Mit knapp 300 Millionen Euro wird der Ausbau allerdings um ein Drittel teurer als ursprünglich geplant.

    Die Neugestaltung des Königsplatzes ist momentan Augsburgs Brennpunkt Nummer Eins. Der Umbau findet im Rahmen des größeren Projekts Augsburg City statt. Im Zuge dessen soll Augsburg für den Nahverkehr attraktiver gestaltet werden: Der Bahnhof wird umgebaut und erweitert, es entstehen neue Straßenbahnlinien und es soll künftig eine S-Bahn Augsburg eingerichtet werden.

    Der Umbau des Gleisdreiecks am Augsburger Königsplatz startete im Mai 2013. Ziel der Planer ist es, eine moderne "Mobilitätsdrehscheibe" zu schaffen, die mit längeren Bahnsteigen mehr Platz für die einfahrenden Busse und Straßenbahnen bietet. Außerdem soll der Autoverkehr zu entzerrt und mehr Sicherheit für Passanten geschaffen.

    Die Großbaustelle Stuttgart 21 ist eines der umfassendsten Projekte in der weiteren Region. Dabei wird der Stuttgarter Kopfbahnhof zu einem Durchgangsbahnhof umgebaut und die Gleisanlagen werden unterirdisch neu verlegt. Infolge von Fehlplanungen und unerwarteten Mehrkosten beläuft sich das Projekt mittlerweile auf eine Summe von rund 6,8 Milliarden Euro.

    Im Zug des Projekts Stuttgart 21 wird die Bahnstrecke zwischen der württembergischen Landeshauptstadt und Augsburg neu ausgebaut. Vorgesehen ist neben weiteren Gleisen unter anderem, den Abschnitt zur Schnellfahrstrecke mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern auszubauen.

    Die Verkehrsbeeinträchtigungen sind laut Auskunft der Betreibergesellschaft Pansuevia unvermeidlich: Während in Zusmarshausen die zuletzt stark beanspruchte Fahrbahn saniert wird, sollen in Neusäß die letzten Arbeiten an dem Lärmschutzwall vollendet werden. Umleitungen sind in beide Richtungen ausgeschildert. Wer in Zusmarshausen auf die A 8 in Richtung München auffährt, wird über die Baustellenauffahrt geleitet. In Neusäß führt der Umweg über die Anschlussstelle Augsburg-West.

    Hochwasser setzt auch A8-Ausbau zu

    Unterdessen kommen die Arbeiten an der neuen A 8 gut voran – trotz der heftigen Regenfälle der vergangenen Tage. So musste am Wochenende ein 50 Meter langer Graben entlang der neuen Fahrbahn gebaut werden, damit die Wassermassen abfließen konnten. Die Betonarbeiten, die sonst dank der Ausnahmegenehmigungen ohne Pause laufen, mussten drei Tage lang unterbrochen werden.

    Die A 8: Deutschlands unfallträchtigste Autobahn

    Ausführlicher Name: Bundesautobahn 8.

    Abkürzung: BAB 8 oder umgangssprachlich A 8

    Die A 8 gilt als die deutsche Autobahn mit den meisten Unfällen.

    Sie ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen in Europa.

    Die Autobahn ist 497 Kilometer lang.

    Karlsruhe, Ulm, Augsburg und München liegen an der A 8.

    Spatenstich war am 21. März 1934 durch Adolf Hitler in Unterhaching.

    Damals hieß sie Reichsautobahn 26.

    Betreiber der Autobahn 8 sind die Bundesrepublik Deutschland und Autobahnplus (zwischen Augsburg und München).

    Der Streckenbeginn liegt in Perl, das Streckenende in Piding.

    Wegen des langen Winters hinken die Autobahnbauer zwar hinter dem ursprünglichen internen Zeitplan hinterher, ein Teil des Rückstands wurde wegen der fieberhaften Arbeiten aber bereits wieder eingeholt, demnächst steht ein Meilenstein an. Gianluca Beraldo, der technische Projektleiter der Betreibergesellschaft sagt: „Im August wollen wir den Verkehr auf die neue Autobahn leiten.“ Nach den Plänen der Pansuevia soll die neu gebaute Fahrbahn zwischen Augsburg und Zusmarshausen in Richtung Stuttgart sowie von Günzburg nach Zusmarshausen in Richtung München für den Verkehr freigegeben werden. Dies entspricht einer Fahrbahnlänge von 41 Kilometern – die Hälfte der neuen Autobahn wäre damit bereits fertig.

    Fristen sind gesetzt

    Damit für die Autofahrer immer zwei Spuren in jeder Richtung zur Verfügung stehen, soll der Verkehr auf den drei fertig betonierten Spuren samt Standstreifen laufen. Im Knotenpunkt Zusmarshausen verläuft der Übergang von der nördlichen auf die südliche Autobahn. Die alte A 8 wird dann Stück für Stück komplett abgerissen.

    Klappt dies, hält die Betreibergesellschaft die vertraglich mit dem Bund vereinbarten Fristen ein: Zum 31. Juli müssen 15 Kilometer der Fahrbahn fertig sein, bis zum 30. September muss die Hälfte der neuen Autobahn für den Verkehr freigegeben sein.

    Dass die Bauarge erfolgreich ist, gilt als wahrscheinlich: Wenn das Wetter mitspielt, sollen bereits ab Montag die Markierungsarbeiten auf der Strecke zwischen Augsburg und Günzburg in Richtung Stuttgart beginnen.

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