Montag, 11. Dezember 2017

06. Dezember 2017 17:27 Uhr

Eishockey

Zwei unglaubliche Neue

Dem EHC Königsbrunn gelingt es, zwei extrem starke Spieler zu verpflichten

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Zwei Pressekonferenzen innerhalb von drei Wochen, das hat es beim EHC Königsbrunn noch nicht gegeben. Und wieder ging es um ganz erfreuliche Themen, während es dazwischen auch mal Ärger gab.

So groß wie diesmal war das Presseaufgebot beim EHC Königsbrunn noch nie. Der Grund dafür: Der Verein hatte im Vorfeld schon mal gestreut, dass es zwei hochkarätige Neuverpflichtungen gibt.

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Eine davon war zwingend notwendig. Denn vor gut einer Woche hatte der Eishockey-Landesligist seinen Trainer Alexander Wedl von heute auf morgen entlassen. Vorsitzender Willi Bertele meinte dazu: „Der siebte Platz entspricht nicht der Leistungsfähigkeit unserer Mannschaft. Sie hat viel mehr Potenzial. Dass Wedl nicht der richtige Mann ist, spürte ich irgendwie schon während der Saisonvorbereitung. Wir stellten schon bald fest, dass wir mit seinen sportlichen Entscheidungen nicht einverstanden sind. Meine Entscheidung, ihn zu verpflichten, war falsch. Deshalb haben wir diesen Fehler jetzt korrigiert.“

Der neue Trainer heißt Fabio Carciola. Er leitete diese Woche bereits Trainingseinheiten und zeigte sich begeistert: „Die Jungs hier sind super drauf und können klasse Eishockey spielen. Es fehlt ihnen zwar ein wenig an der Spritzigkeit. Aber das werden wir ändern. Mal sehen, welche Korrekturen ich nach unserem ersten Spiel noch vornehmen werde.“

Dass Carciola von den Sonthofen Bulls nach Königsbrunn wechselt, hat ganz einfache Gründe: „Ich habe den Aufwand in der Oberliga unterschätzt. Für die Familie blieb mir einfach zu wenig Zeit. Als Augsburger habe ich es nun nicht mehr weit nach Königsbrunn.“ Der EHC ist begeistert von seinem neuen Trainer, den sie schon seit Jahren kennen. Es gibt aber noch einen Grund für ihre Freude: Carciola wird auch als Spieler beim EHC auflaufen. Damit hat der Verein einen hochkarätigen Stürmer mehr, denn er war bis 2015 noch in der DEL aktiv. Dort absolvierte er über 400 Spiele. Carciola will in Königsbrunn aber nur spielen, wenn es ihm notwendig erscheint. „Ansonsten will ich mich auf meine Aufgabe als Trainer konzentrieren.“

Mangel an Stürmern hat der EHC ab sofort auch deswegen nicht, da noch ein Hochkaräter verpflichtet wurde: Jeffrey Szwez. 141 DEL-Spiele sprechen für den Kanadier mit deutschem Pass. Da er schon ein paar Wochen in Königsbrunn mittrainiert, hat er bereits Einblick ins Team und meint: „Ich freue mich sehr, in dieser guten Gemeinschaft zu kämpfen. Das ist ein gutes Gefühl. Ich will alles geben, damit wir unsere Ziele erreichen.“

Szwez wird nicht nur spielen, sondern Carciola als Cotrainer dienen und wie „sein Chef“ auch im Nachwuchsbereich arbeiten.

Durch die bisher schon erfolgten Verstärkungen (Luka Hruzik und Matthias Forster) herrscht jetzt beinahe ein Überangebot an starken Spielern beim EHC. Was sagen da die bisherigen Aktiven? „Alle sind glücklich über das neue Trainerteam, das super Training und die spielerische Verstärkung. Niemand wird uns verlassen. Alle wollen sich profilieren, um spielen zu dürfen. Da wird gesunder Ehrgeiz geweckt. Niemand wird zur Seite geschoben“, betont Marc Streicher.

Und Carciola meint: „Ich werde mich vor den Spielen neben Jeff auch mit Kapitän Marc Streicher und Ex-Torwart Sven Rampf abstimmen. Jeder wird zum Zug kommen.“

Dass so große Veränderungen und Verstärkungen einen Grund haben, ist klar. Und der wurde bei der Pressekonferenz deutlich ausgesprochen: „Wir wollen in die Bayernliga aufsteigen.“

Dass das bei derzeit Platz sieben nicht ganz einfach werden wird, ist allen beim EHC Königsbrunn klar. Doch die Marschroute steht fest: „Zunächst müssen wir Fünfter in der Punktrunde und dann Dritter in der Verzahnungsrunde werden. Dann sind wir aufgestiegen“, so Willi Bertele.

Dass der Aufstieg in die Bayernliga nicht planbar ist, das wissen alle EHC-Verantwortlichen. „Aber wir können das schaffen“, betont Tim Bertele, der gleichzeitig seinen Rücktritt vom aktiven Sport erklärte und sich vorrangig um die Finanzen des Vereins kümmern will. „Ich bin aber noch standby, wenn sich wieder eine so schlimme Verletztensituation wie zuletzt ergeben sollte.“

Der EHC ist überzeugt, dass er nach all den Neueinkäufen nicht nur ein sehr starkes Landesliga-, sondern auch ein gutes Bayernligateam hat. Auf die Frage, ob sich der EHC bei so hochkarätigen Einkäufen, denen eventuell weitere folgen sollen, nicht finanziell übernimmt, meinte Willi Bertele: „Viele unserer Spieler bekommen keinen Cent. Unseren Neuzugängen konnten wir beruflich weiterhelfen, sodass auch sie kostengünstig sind. Bei uns gehen, im Gegensatz zu anderen Vereinen, die Lichter sicherlich nicht aus. Das verdanken wir auch unseren mehr als 90 Sponsoren. Und die Suche geht weiter.“

Dass alle Voraussetzungen für die Zukunft passen, das kann sich bereits am Sonntag zeigen, wenn der EHC gegen den Tabellenführer zu Hause gegen Hassfurt antritt. „Ich rechne mit mindestens 500 Zuschauern. Es wäre schön, wenn nicht alle, wie sonst üblich, in letzter Minute kommen. Wir haben nur eine Kasse“, so Willi Bertele.

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Reinhold Radloff

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