Panther-Torwart Patrick Ehelechner ist bei den Hamburg Freezers als Ersatz für Dimitri Kotschnew im Gespräch. Doch der AEV würde seinen Schlussmann gerne behalten. Von Milan Sako


Die Pausen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nutzen die Klubs dazu, um mit ihrem Personal zu sprechen.
Nach der Vertragsverlängerung von Schlüsselspielern wie Daryl Boyle, Steffen Tölzer und Brian Roloff sowie der erneuten Einigung mit Trainer Larry Mitchell steht in Augsburg die Besetzung der Torhüter-Position ganz oben auf der Prioritäten-Liste. Nach seinen bisher starken Leistungen wollen die Panther mit Patrick Ehelechner, der vor dieser Saison aus Nürnberg gekommen war, verlängern.
„Es gab und gibt permanente Gespräche mit ihm und seinem Berater Jaro Tuma“, berichtet Hauptgesellschafter Lothar Sigl, der die Vertrags-Verhandlungen in Augsburg führt. Sein bisheriger Eindruck: „Ich glaube schon, dass Patrick Ehelechner an Augsburg interessiert ist.“
Allerdings lockt auch die Konkurrenz. Laut Hamburger Abendblatt haben die Freezers Kontakt zu dem AEV-Torwart aufgenommen. Grund: Ihrer bisherigen Nummer eins Dimitri Kotschnew soll ein lukratives Angebot aus Russland vorliegen. Die Klubs der KHL (Kontinental Hockey League) locken mit gut dotierten Dollar-Verträgen.
Patrick Ehelechner wurde bereits in den vergangenen Jahren immer wieder mit Hamburg in Verbindung gebracht und pflegt aus gemeinsamen Nürnberger Zeiten einen guten Draht zu Freezers-Trainer Benoit Laporte, der von 2003 bis 2005 in Augsburg hinter der Bande stand.
Der Panther-Schlussmann war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Gesprächsthema Nummer eins beim gestrigen Training im Curt-Frenzel-Stadion war das Scheitern der Nationalmannschaft in der Olympia-Qualifikation. Als „sehr enttäuschend“ bezeichnet Duanne Moeser die Resultate von Bietigheim.
Für den Panther-Manager, der im Herbst 1997 vier Länderspiele für Deutschland unter dem damaligen Coach George Kingston absolvierte, ist eine Personalie entscheidend: „Seit 18 Monaten, seit der Ablösung von Uwe Krupp als Bundestrainer, geht es mit der Nationalmannschaft bergab.“
Neben der schwachen Chancenverwertung des Nationalteams sieht der Deutsch-Kanadier in der Kader-Zusammenstellung einen Grund für die historische Pleite. „Es hat ein Führungsspieler gefehlt, der in schwierigen Situationen die Zügel in die Hand nimmt“, sagt Duanne Moeser. Bundestrainer Pat Cortina hatte auf den erfahrenen Kölner John Tripp verzichtet.
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