Mittwoch, 13. Dezember 2017

10. Oktober 2017 00:03 Uhr

Kajak Extrem

Adrenalin-Kick im Wildwasser

Die Wellerbrücke im Ötztal ist selbst für die besten Paddler der Welt eine große Herausforderung. Schwaben-Kanute Alexander Grimm sichert sich dort WM-Bronze

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Einen ähnlichen Stellenwert wie die Eigernordwand für Bergsteiger hat die gefürchtete Wellerbrücke im Ötztal für wagemutige Wildwasser-Kanuten. Kaum eine Abfahrtsstrecke der Welt ist so anspruchsvoll wie diese Passage über 200 Meter, 20 Höhenmeter und einem Gefälle von zehn Prozent. Hier traf sich am Wochenende die internationale Elite, um die Weltmeisterschaften im Wildwasser Extrem Kajak auszutragen. Und auf dem Siegerpodest in der Männerwertung stand in diesem Jahr ein Augsburger. Schwaben-Kanute Alexander Grimm hatte sich gegen die starke Konkurrenz durchgesetzt und sich die Bronzemedaille gesichert.

„Ich bin total glücklich, nach 2009 endlich wieder auf dem Podium zu stehen“, sagte Alexander Grimm, der vor acht Jahren diesen WM-Wettbewerb gewonnen hatte, „es war wieder ein hartes Rennen. Diese Jungs sind so stark da runtergefahren und es war ein spannendes Finale. Ich bin aber auch ganz gut runtergekommen. Ich habe mich von Fahrt zu Fahrt verbessert. Besser hätte es gar nicht laufen können.“

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Hannes Aigner vom Augsburger Kajak Verein (AKV) kam als Zehnter ebenfalls unter die besten Top 16-Finalisten. Sowohl Grimm als auch Aigner waren gleich nach der Kanuslalom-Weltmeisterschaft vom französischen Pau ins Ötztal weitergereist, wo sich die 175 weltbesten Kajakfahrer aus 33 Ländern trafen. Auch zum Jubiläum anlässlich des zehnjährigen Bestehens hat die „adidas Sickline Extrem Kayak World Championship“, wie der Wettbewerb offiziell genannt wird, nichts an Attraktivität eingebüßt.

Selbst die besten Paddler der Welt haben auf diesem Abschnitt der Ötztaler Ache stets mit der Unberechenbarkeit der Wellerbrücken-Stromschnellen zu kämpfen. Für so manche Athleten kam bereits im Viertel- und Halbfinale das Aus. So auch für Grimms Augsburger Vereinskollegen Thilo Schmitt und Fabian Dörfler.

Der Sieg ging bei den Männern an den Neuseeländer Sam Sutton mit einer Fahrzeit von 54,89 Sekunden. Hauchdünn hinter dem zweitplatzierten Spanier Aniol Serrasolses (55,17) kam Grimm in 55,39 Sekunden ins Ziel. (stel, AZ, pm)

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