Zwei Jahre vor der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011, bei der Augsburg zu den Gastgebern gehört, ist die Sportart in der Fuggerstadt in die Viertklassigkeit abgerutscht. Die beiden besten Augsburger Vereine - der TSV Schwaben und der TSV Pfersee - sind aus der Regionalliga abgestiegen und müssen sich ab dem Wochenende in der Bayernliga bewähren. Beide Klubs beginnen die Saison mit einem Auswärtsspiel: der TSV Pfersee gastiert am Samstag bei der SpVgg Eicha, der TSV Schwaben Augsburg tritt am Sonntag beim RSV Drosendorf an. Von andrea Bogenreuther


TSV Schwaben Augsburg Richtig aufgestockt hat der TSV Schwaben. Neun Spielerinnen wurden aus der Mädchenmannschaft nach oben geholt, fünf kamen von auswärts dazu: mit Christine Hammerl und Christine Reuss zwei Spielerinnen vom SV Echsheim-Reicherstein, die lang umworbene Patricia Losert vom FC Stätzling, Corinna Schabenberger vom FC Ingolstadt, Anna-Caterina Hutter vom TSV Peiting und Inka Reinecke vom SV Kirchheim.
Nachdem nur Michaela Vötterl zu Wacker München gewechselt ist, kann Schwaben-Trainer Roland Klemmer auf 22 Spielerinnen zurückgreifen. "Wir sind in der Breite besser aufgestellt als in der vergangenen Saison", freut sich der Coach. Zudem habe das große Team im Training und in den Vorbereitungsspielen bisher hervorragend mitgezogen. Als Testspielgegner hat er nur höherklassige Teams ausgewählt, um seine Mannschaft richtig zu fordern. "Die Mädels waren spielerisch ja nicht zu schwach für die Regionalliga, sie hatten nur nicht die Nerven", betont Klemmer, dass sein Team mehr Potenzial besitzt und jetzt Anspruch auf einen Spitzenplatz unter den ersten Vier anmeldet. "Sollte der Favorit Würzburg patzen, wollen wir da sein", sagt Klemmer selbstbewusst.
TSV Pfersee Ein neues Gesicht gibt bei den Pferseer Fußballerinnen den Ton an. Alexander Egetemeir wurde für die neue Saison als Trainer verpflichtet, nachdem sein Vorgänger Hermann Rödig nach sechs Jahren zum Ende der Regionalliga-Saison aus privaten Gründen seinen Stuhl räumte. Auch das neue Pferseer Team ist breit aufgestellt, konnte doch mit Natalie Durner eine Stürmerin aus Berlin engagiert werden und mit der 17-jährigen Anne Mayer ein Talent vom FC Bayern München. Im Tor steht künftig Anne Büttner vom Regionalligisten SG Essen-Schönbeck. Dazu kamen Anna Rapke (Bonstetten) sowie sieben junge oder reaktivierte Spielerinnen aus dem Verein. Das Trainerteam komplettieren neben Egetemeir Torwarttrainer Armin Refle und Co-Trainer Rudi Kugelmann.
Vier Spielerinnen werden den Verein allerdings für einen Auslandsaufenthalt verlassen, weshalb Pfersees Frauen-Abteilungsleiterin Alexandra Weckerle noch nicht genau einschätzen kann, wo die Mannschaft steht: "Wir müssen jetzt das Team aufbauen und schauen, wie die neuen Spielerinnen ins Team finden." Das sportliche Ziel ist für sie klar: "Auf jeden Fall ein guter Mittelplatz."
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: