Aus im Halbfinale der Bayerischen Von Walter Brugger
Eigentlich hat der FC Augsburg II eine richtig gute Hallenrunde gespielt. Deshalb galten die Landesliga-Kicker bei der bayerischen Meisterschaft in Nördlingen als aussichtsreicher Sieganwärter. „Doch leider haben wir nicht unseren besten Tag erwischt“, stellte ein ruhig analysierender Trainer Roland Bahl fest, während um ihn herum Spieler und Betreuer des FCA noch eifrig mit dem um Schlichtung bemühten schwäbischen Bezirksspielleiter Johann Wagner über die Schiedsrichterleistung von Markus Hertlein diskutierten. Kritikpunkt nach der 1:5-Halbfinalniederlage gegen den Ligarivalen FC Unterföhring war eine Zeitstrafe für Giuliano Manno, doch selbst wenn die von außen als recht hart beurteilt werden kann, einen echten Nachteil hatten die Augsburger dadurch nicht. Denn auch Gegenspieler Pirmin Lechthaler, mit dem sich der später noch mit Gelb-Rot bedachte Manno anlegte, musste für zwei Minuten vom Feld.
Scheurer verletzt sich am Handgelenk
„Der Tag hat ohnehin schon schlecht begonnen“, so Bahl weiter und meinte damit das Pech seines Torhüters Robin Scheurer, der sich beim Aufwärmen an der Hand verletzte. Eventuell ist die sogar am Gelenk gebrochen, also musste Feldspieler Burak Tok zwischen die Pfosten. Der machte seine Sache durchaus ordentlich, erzielte im Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Alemannia Haibach sogar ein spektakuläres Tor von jenseits der Mittellinie. Die 2:3-Niederlage des FCA II konnte er dadurch nicht verhindern; weil die Bahl-Schützlinge jedoch den niederbayerischen TSV Waldkirchen mit 3:1 sowie den Oberpfälzer Meister DJK SB Amberg mit 6:0 bezwangen, war der Sprung ins Halbfinale geschafft. „Insgesamt“, so Bahl abschließend, „haben uns aber die Leichtigkeit und die Sicherheit der letzten Turniere gefehlt. So kannst du dann nicht bayerischer Meister werden.“
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