Sonntag, 11. Dezember 2016

23. Februar 2016 00:04 Uhr

Eishockey

Ein Arbeiter macht sein 800. Spiel

Adrian Grygiel feiert heute in Düsseldorf ein Jubiläum. Ein Schiedsrichter war einst sein „Beschützer“

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Bei der Düsseldorfer EG bestreiten sie am Dienstag ihr 800. DEL-Spiel. Können Sie sich an ihre Premiere erinnern?

Nein, das ist zu weit weg. Ich kann mich an ein Vorbereitungsspiel im Jahr 2000 erinnern. Wie ich eingelaufen bin, damals in die alte Rheinlandhalle in Krefeld. Die Atmosphäre war toll. Ich war erst 16 Jahre alt und hatte nur eine Förderlizenz für Duisburg. Eigentlich sollte ich dort spielen und nur sporadisch beim KEV aushelfen. Aber es gab viele verletzte Spieler und so kam ich oft dran. Wir hatten meist nur neun Stürmer und ich kam auf Anhieb auf 29 Einsätze.

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An wen haben sie die besten Erinnerungen aus ihrem Premierenjahr?

An Trainer Doug Mason. Er hat viel mit geredet, hat mir vieles gezeigt. Für meine erste Saison hätte ich mir keinen besseren Coach wünschen können. Von meinen 16, 17 Trainern habe ich ihn am besten in Erinnerung behalten. Aber auch Larry Mitchell bin ich dankbar, dass er mich nach Augsburg geholt hat. Im Tor in meinem Premierenjahr stand Karel Lang mit über 40 Jahren. Er hätte mein Vater sein können und hat viel mit mir gesprochen. Das hilft einem jungen Spieler sehr.

Wer waren die Sturmpartner?

Mit Lars Brüggemann habe ich oft in einem Sturm gespielt. Er hat ja die Seiten gewechselt und pfeift heute als Schiedsrichter. Gerade hat er unser Spiel gegen Berlin geleitet. Damals war er eher mein Beschützer, wenn es Ärger auf dem Eis gab. Er ist ja deutlich größer als ich. Außerdem war Christian Ehrhoff im Team, der eine große NHL-Karriere hingelegt hat.

Wann haben Sie mit Eishockey begonnen?

Mit sieben Jahren hat mich mein Vater zum Training gebracht. Ich musste allerdings ein Jahr lang nur Schlittschuhlaufen. Mein Vater hat gesagt: Erst wenn du das kannst, bekommst du einen Schläger in die Hände – es war eine gute Entscheidung.

Sie sind im polnischen Kattowitz geboren. Wann sind Sie nach Deutschland gekommen?

Nach dem Mauerfall 1989 ist meine Familie mit mir nach Krefeld gekommen und dort wohnen sie noch heute. Auch meine Frau und ich haben in Krefeld ein Haus.

Von Kindesbeinen an spielen sie in einer Eishockeymannschaft. Beschreiben Sie das Innenleben in einem Haufen mit 25 Männern.

Das ist wie eine zweite Familie, zumindest für eine Saison lang. Man kommt jeden Tag in die Kabine, sieht jeden Tag die gleichen Gesichter. Wenn man sich nicht wohlfühlt, dann macht es auch keinen Spaß mehr.

Gab es Phasen, in denen es ihnen weniger Freude bereitet hat?

Ja, in Wolfsburg. Dort lief es überhaupt nicht nach Wunsch. Ich hatte einen Zwei-Jahres-Vertrag aber sie haben mich nach einem Jahr im Sommer freigestellt. Viele Mannschaften hatten den Kader schon voll. Ich habe dann drei Monate gewartet und mich in Duisburg fit gehalten. Dort habe ich auch ein paar Spiele absolviert. Als das Angebot aus Augsburg kam, ging es schnell: ein Telefonat am Samstag, ein weiteres am Sonntag und am Montag saß ich im Auto nach Augsburg.

Was war bisher der Höhepunkt?

Die deutsche Meisterschaft mit den Pinguinen im Jahr 2003. Krefeld ist vergleichbar mit Augsburg, eine Eishockeystadt mit großer Tradition. Nach dem Titel feierten wir mit einem Autokorso und über 20000 Menschen in der Stadt. Das war einmalig.

Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Ein Arbeiter, der alles dafür tut, dass die Mannschaft Erfolg hat, auch die Kleinigkeiten wie Schüsse zu blocken.

Ihr größter Wunsch für das 800. Spiel jetzt in Düsseldorf?

Ein Sieg und die Play-offs. Denn das ist nach wie vor unser großes Ziel, auch wenn wir gerade 0:1 gegen Berlin verloren haben. Wenn wir weiter so spielen und etwas Glück beim Torschuss haben, dann schaffen wir die Play-offs. Dann wäre ich rundum glücklich.

Die Fragen stellte Milan Sako.

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