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18. Februar 2012 12:11 Uhr

Große Moral und viel Fleiß

Handballteamskämpfen um den Klassenerhalt Von Nick Schelchshorn

Die Handballer und Handballerinnen des TSV Haunstetten können ihre roten Trikots am Wochenende gegen bunte Faschingskostüme eintauschen. Aufgrund der „fünften Jahreszeit“ finden sowohl in der Dritten Liga der Frauen als auch in der Bayernliga der Männer keine Punktspiele statt. Den Teams bietet sich daher auch die Gelegenheit, vor der entscheidenden Schlussphase Bilanz zu ziehen.

TSV Haunstetten Frauen I Die Truppe von Trainer Herbert Vornehm schlägt sich in der ersten Saison in Deutschlands dritthöchster Spielklasse beachtlich. Sind die bayrischen Meister und Aufsteiger in die Dritte Liga zuletzt stets durchgereicht worden und letztendlich sang- und klanglos abgestiegen, haben die Haunstetter Frauen diesmal beste Chancen auf den Klassenerhalt. Mit zwölf Zählern rangiert das Team zurzeit auf Platz neun. Zur SG Mainz-Bretzenheim, die auf Rang zwölf schon den ersten Abstiegsplatz innehat, ist man jedoch nur durch einen Punkt getrennt.

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Coach Herbert Vornehm ist mit seiner Mannschaft zufrieden und zeigt sich mit Blick auf den Spielplan optimistisch. „Ich glaube, dass die kurze Faschingspause gut für uns ist, um gestärkt in die letzten neun Spiele zu gehen. Positiv stimmt mich, dass wir in den verbleibenden Partien bis auf den Tabellenzweiten VfL Waiblingen nur noch gegen vermeintlich schwächere Teams antreten müssen“, sagt er und fügt an: „Holen wir aus den verbleibenden Spielen noch vier Siege, sollten wir die Klasse halten“.

Auch in Sachen Moral und Trainingsfleiß weiß Vornehm nur Gutes zu berichten. „Obwohl wir noch nie in voller Besetzung antreten konnten und teilweise vier, fünf Niederlagen in Folge einstecken mussten, ziehen die Mädels im Training voll mit. Es herrscht eine lobenswert positive Stimmung“, so der Übungsleiter. Für den Drittligisten aus dem Augsburger Stadtteil wäre der Klassenerhalt ein Erfolg; zumal er keine Spielerinnen aus höheren Ligen einsetzt. Vornehm zitiert da den einstigen Fußball-Trainer Berti Vogts: „Der Star ist die Mannschaft.“

Verletzungspech beeinträchtigt die Mannschaft

TSV Haunstetten Männer I Bei den Bayernliga-Männern, die mit 14 Punkten auf dem achten Platz liegen, hatte sich Abteilungsleiter Herbert Vornehm hingegen mehr ausgerechnet. Das Saisonziel der Mannschaft von Trainer Stefan Ebert war eigentlich ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Die Tatsache, dass man jetzt doch um den Klassenerhalt bangen muss, ist Resultat unnötiger Punktverluste.

„Ohne eine Ausrede suchen zu wollen, resultieren diese Punktverluste auch aus einigen verletzungsbedingten Ausfällen, die mit A-Jugendlichen kompensiert werden mussten. Es ist ganz normal, dass bei diesen jungen Spielern aufgrund der Doppelbelastung aus Junioren-Bundesliga und Senioren-Bayernliga in entscheidenden Phasen die Kraft und die Konzentration fehlen“, so Abteilungsleiter Vornehm. Besonders wichtig sei der Klassenerhalt, da im nächsten Jahr bei den Senioren ein Umbruch anstehe, erklärt er.

TSG Augsburg Frauen Ohne Chance auf den Klassenerhalt in der Bayernliga ist dagegen die TSG Augsburg. Zwei Siege in der bisherigen Saison sind wohl zu wenig, um sich noch retten zu können.

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