Samstag, 29. April 2017

06. Oktober 2016 00:06 Uhr

Extremsport

„Ich musste entsetzlich leiden“

Udo Pitsch läuft 246 Kilometer von Athen nach Sparta. Training allein reicht für diesen Ultralauf nicht Von Wilfried Matzke

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Glücklich im Ziel: Udo Pitsch berührt nach 246 Kilometern laufen die Statue von König Leonidas in Sparta.
Foto: Wilfried Matzke

Das Rennen in Griechenland über 246 Kilometer von Athen nach Sparta zählt zu den legendärsten und anspruchsvollsten Ultramarathons der Welt. Einer, der sich dieser Herausforderung stellte, war der Wehringer Udo Pitsch. „Ich bin ein Grenzen-Suchender“, definiert Udo Pitsch sich selbst.

Der 62-jährige Ex-Berufsoffizier im Trikot der TG Viktoria Augsburg kann 181 Wettkämpfe über die Marathondistanz von 42,195 Kilometern oder länger vorweisen. Mit 219,3 Kilometern hält er auch den schwäbischen 24-Stunden-Rekord. Der Spartathlon war sein bislang längstes und härtestes Rennen.

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„Ich musste entsetzlich leiden, aber das Bestehen dieses Wettkampfes ist für uns Ultraläufer die höchste Weihe“, sagt Pitsch als ältester Spartathlon-Absolvent dieses Jahres. Er schaffte diesen sogenannten Spartathlon in 34:47 Stunden als 151. von 400 qualifizierten Läufern.

Der Start erfolgte traditionell am Freitagmorgen um 7 Uhr vor der Akropolis. Die Strecke führte auf einer Stadtautobahn, auf Landstraßen und auf teilweise üblen Schotterpisten durch die Halbinsel Peloponnes. Spätestens am Samstagabend um 19 Uhr musste in Sparta die Statue von König Leonidas berührt werden.

Als Vater des Rennens gilt der griechische Bote Pheidippides. Die Athener hatten ihn im Jahr 490 v. Chr. nach Sparta geschickt, um militärische Unterstützung im Krieg gegen die Perser zu erbitten. Angeblich lief Pheidippides die bergige Strecke über den 1110 Meter hohen Sangas-Pass mit nur kurzen Pausen in 36 Stunden. Das ist die Sollzeit beim Spartathlon, der seit 1983 veranstaltet wird. 33 Deutsche qualifizierten sich in diesem Jahr für den extrem langen Lauf.

Rund zwei Drittel des 400-köpfigen Teilnehmerfeldes aus 37 Nationen erreichten bei heuer niedrigen Temperaturen von maximal 29 Grad das Ziel, so viele wie schon lange nicht mehr. Es gewannen Andrzej Radzikowski aus Polen mit 23:01 Stunden und die US-Amerikanerin Katalyn Nagy mit 25:22 Stunden. In den Jahren 2008 und 2009 absolvierte bereits ein Augsburger den Spartathlon, nämlich der vereinslose Bertram Glogger in 35:03 und 35:51 Stunden.

Dr. Andreas Weniger erklärt, Training allein reicht nicht, um den Lauf zu überstehen. „So eine extreme Belastung, wie der Spartathlon, bedarf einer sehr langen Anpassung von Körper und Psyche. Außerdem müssen die genetischen Faktoren passen“, sagt der Augsburger Sportmediziner. Weniger hat seine Praxis in Diedorf und war selbst ein ausgezeichneter Läufer. Er rannte 1985 eine Marathon-Topzeit von 2:12 Stunden. „Für die Mehrheit der gut trainierten Läufer sind maximal zwei Marathons pro Jahr vernünftig“, betont Weniger. Pitsch ist das wohl zu wenig.

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