Dienstag, 27. Juni 2017

17. Juni 2017 00:03 Uhr

Projekt

Kamera-Torpedo im Plärrerbad getestet

Wie die Uni Augsburg und zwei Nürnberger Studenten Schwimmern helfen wollen, ihren Stil zu verbessern. Der erste Versuch mit Sportlern des SV Augsburg sorgte für neue Erkenntnisse

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In vielen Sportarten gibt es die Begleitung der Athleten durch Filmkameras bereits, in der Leichtathletik oder im Fußball gehört die Analyse von Bewegtbildern schon lange zum Standard. Nun haben zwei Nürnberger Studenten eine Unterwasserkamera entwickelt, um auch Schwimmern und besonders Schwimmvereinen eine möglichst kostengünstige Form der Bewegungsanalyse anzubieten. Weil zeitgleich am Lehrstuhl Informatik an der Universität Augsburg ein Software-Programm entwickelt wurde, das Bewegungen von Sportlern automatisch erfassen und auswerten soll, tat man sich zusammen und testete die neue Technik mit Schwimmern des SVAugsburg im Plärrerbad.

„Bisher gibt es im Schwimmsport nur Kamera-Stecksysteme, die keine gute Qualität liefern und sehr unhandlich sind, oder teure Gegenstromanlagen, die sich kleine Vereine nicht leisten können. Deshalb hatten wir die Idee, eine Unterwasser-Drohne zu entwickeln. Wir dachten an eine Art Unterwasser-Torpedo, der neben dem Schwimmer durchs Wasser fährt“, berichtet Entwickler Thorge Harms, 24. Da die Kamera schnell und unauffällig ihren Zweck erfüllen soll, hat das Duo ein Leinensystem entwickelt. „Darin wird der Torpedo eingesetzt und kann neben dem Schwimmer herfahren.“ Nach einem Jahr und drei Monaten konnten Schlenk und Harms ihre Erfindung Anfang des Jahres an den Olympia-Stützpunkten in Hamburg und Heidelberg vorführen.

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Dabei kam der Kontakt nach Augsburg zustande. Am Lehrstuhl von Professor Rainer Lienhart wird an einer Software gearbeitet, die einzelne Schwimmer erkennt und analysiert. Wie man Drohne und Software zusammenbekommen kann, testeten die Entwickler im Plärrerbad. „Für einen Prototypen hat das schon gut funktioniert. Jetzt brauchen wir noch ein paar Wochen, um die Kleinigkeiten abzustimmen“, sagt Harms.

Es könnte ein Durchbruch in der Trainings-Didaktik werden, denn nicht nur die Uni Augsburg, sondern auch der Deutsche Schwimmverband ist mittlerweile mit im Boot. „Durch die Drohne, die den Schwimmer aufnimmt, und der Software, die den Schwimmer auswertet, soll eine perfekte Technologie geschaffen werden, um den deutschen Schwimmsport wieder in die Weltspitze zu bringen“, macht Thorge Harms deutlich, wie wegweisend die Entwicklung sein könnte. Vereine in ganz Deutschland seien interessiert, die Resonanz durchweg positiv, so Harms.

Welchen Preis ihre Erfindung letztendlich haben wird, kann er allerdings noch nicht sagen. „Wenn man bedenkt, dass eine Gegenstromanlage bis zu einer halben Million kostet, kommt unsere Kamera höchstens auf einen Bruchteil dieser Summe.“

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