Deutscher Fußball im Blick der Niederlande
Das niederländische Magazin Voetbal International hatte in dieser Woche fünf Seiten über den deutschen Fußball. Ein Interview mit Klaas-Jan Huntelaar und eines mit Huub Stevens. Letzte Woche waren es drei Seiten. Zwei mit einem Artikel über Arjen Robben und eine über Borussia Dortmund. Kein Wort über die Leistung der Niederländer des FC Augsburg. Fußballfans sind informiert, wenn sie es möchten. Wirkliche Schlagzeilen machen in den Niederlanden allerdings nur die beiden Nationalspieler. Vielleicht ändert sich nach den jüngsten Ereignissen beim FCA daran etwas.
Die letzten Wochen bestätigen die allgemeine Tendenz. Dank langjähriger Sendungen wie Die Sportschau und Das Aktuelle Sportstudio besteht großes Interesse an der Bundesliga. Besucht man Spiele von Schalke, Dortmund, Köln oder Mönchengladbach, sieht man stets auch gelbe Nummernschilder. Die großen Vier in Grenznähe werden immer ihre holländischen Fans haben.
Im Fokus stehen jedoch die internationalen Spitzenklubs aus England, Spanien und Italien. Auch dort sind die Niederlande mit Topstars vertreten: Wesley Sneijder, Mark van Bommel, Robin van Persie, Rafael van der Vaart und Ibrahim Afellay. Daher schaut man in Deutschland vor allem nach Klaas-Jan Huntelaar und Arjen Robben.
Jos Luhukay und Paul Verhaegh stehen im Schatten dieser großen Namen.
Die niederländische Fußballwelt ist indes informiert. So brachte das Algemeen Dagblad vor einigen Monaten Paul Verhaegh bei der Nationalmannschaft ins Gespräch. Bundestrainer Bert van Marwijk kennt zweifelsohne die Stärken der Augsburger Niederländer. Auch die Vereine wissen, was los ist. Gerüchten zufolge wären der SC Heerenveen und FC Twente an Paul Verhaegh interessiert.
Letztlich bleibt es aber bei kleinen Meldungen. Die Erfolge von Jos Luhukay und Paul Verhaegh haben die Randspalte bisher noch nicht verlassen. Die Tatsache, dass Lorenzo Davids kein Stammspieler mehr ist und dass Nando Rafael sich wieder zurückkämpft – die Niederländer wissen Bescheid. Dass Gibril Sankoh und Marcel de Jong in Augsburg spielen, ist längst bekannt. Alte Bekannte reisen sogar extra nach Gladbach, um Rob Reekers mal wieder zu begegnen.
Die ganz großen Geschichten bleiben jedoch für Arjen Robben und Klaas-Jan Huntelaar.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren