Wenn die geretteten Freiburger zu Hause den 1. FC Köln schlagen, hat der FC Augsburg den Relegationsplatz sicher

Wenn der FC Augsburg am kommenden Samstag verliert, hat der SC Freiburg das Schicksal der Schwaben in der Hand. Wenn die Freiburger Fußballer zeitgleich ihr Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln gewinnen, ist dem FCA auch bei eigener Niederlage der Relegationsplatz und wegen des besseren Torverhältnisses wohl auch der Klassenerhalt sicher. Dabei geht es für die Freiburger um nichts mehr, sie haben sich am letzten Spieltag gerettet und feiern schon den Nichtabstieg.
Wenn die Kölner am Wochenende im Breisgau ankommen, treffen sie auf eine euphorisierte Stadt. „Es ist etwas eingetreten, was viele Menschen in Freiburg nicht mehr erwartet haben. Umso schöner ist es, dass es mit dem Klassenerhalt geklappt hat und dann auch noch so früh“, sagt Michael Dörfler, der die Sportredaktion der Badischen Zeitung leitet.
Nach der Rückrunde stand der SC auf dem letzten Tabellenplatz. Das allein machte in Freiburg niemanden nervös. Als aber verdiente Spieler und der Trainer Marcus Sorg entlassen wurden, schrieben viele Experten und Fans den SC ab. Bis der neue Übungsleiter Christian Streich kam, eine mit Nachwuchsspielern ergänzte Elf formte und diese mit viel Euphorie, taktischem Geschick und Mut von Sieg zu Sieg führte. Mittlerweile sind die Breisgauer 13. und haben sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Eigentlich hätten die Kicker deshalb jeden Grund im Partyrausch zu versinken und das Spiel gegen Köln locker anzugehen. Aber: „Das wäre sportlich nicht in Ordnung“, sagt Vereinssprecher Andreas Kraft. Nur kurz hat das Team Sonntagnacht nach der Rückkehr in der Freiburger Innenstadt gefeiert. Die meisten Profis verließen früh die Party, weil sie vom Spiel und dem Flug von Hannover in den Breisgau müde waren. Der SC bereitet sich also ganz normal auf die Partie gegen Köln vor.
Seit Dienstag hat Trainer Streich seinen Kader wieder beisammen. Er und die Mannschaft wollen ihr letztes Heimspiel gegen Köln unbedingt gewinnen, um mit den eigenen Fans im eigenen Stadion zu feiern. Beim Auswärtsspiel am letzten Spieltag wird dies kaum möglich: Dann müssen die Südbadener in Dortmund antreten, wo sich der Meister feiern lässt. „Da besteht die Gefahr, dass die Freude der Freiburger über den Klassenerhalt in einem schwarz-gelben Orkan untergeht“, sagt Sportredakteur Michael Dörfler.
Wahrscheinlich drücken viele Breisgauer dem Team um Trainer Jos Luhukay sogar eher die Daumen als dem 1. FC Köln. „Zum FCA gibt es eine gute Bindung, weil die Leute hier Andreas Rettig aus seiner Zeit in Freiburg noch kennen“, sagt Dörfler.
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