Gibril Sankoh und Sascha Mölders in Gladbach vor der Rückkehr Von Robert Götz
Sein vorerst letztes Tor hat Sascha Mölders, 27, für den FCA am 4. Februar erzielt. Es war der 1:0-Führungstreffer bei der TSG 1899 Hoffenheim (Endstand 2:2). Seitdem ist es ruhig geworden um den Führenden in der internen Torschützenliste (fünf Treffer). Mölders verlor seinen Stammplatz, saß zuletzt nur noch auf der Bank und verpasste die letzten beiden Spiele wegen einer Oberschenkelverletzung.
Mölders, der sonst schon nicht zu den Lautsprechern in der Mannschaft gehörte, verstummte immer mehr. Er, dessen Vertrag frühzeitig bis 2014 verlängert worden sein soll, fühlte sich als Opfer der Rotation von FCA-Trainer Jos Luhukay. In der Vorrunde galt er noch als unverzichtbar, plötzlich fand er sich auf der Bank wieder. Zum Erfolgsrezept von Luhukay scheint auch zu zählen, dass er bei der Aufstellung bei manchen Positionen nicht berechenbar ist und damit seine Spieler auf Hochspannung hält.
Oft sind seine Personalentscheidungen für Außenstehende nicht leicht nachvollziehbar, doch der Erfolg gab ihm bisher recht. Als Absteiger Nummer eins abgestempelt, hat Luhukay zusammen mit seinen Co-Trainern aus einer No-Name-Truppe einen ernsthaften Bundesligisten gebastelt. Zwei Spieltage vor Saisonende ist der Klassenerhalt in greifbarer Nähe.
Gibril Sankoh, 28, durfte die letzten beiden Spiele aber nichts dazu beitragen. Der Innenverteidiger flog nach Patzern gegen München und Stuttgart aus dem Kader. Luhukay sparte zuletzt auch nicht mit öffentlicher Kritik, was Sankoh am Mittwoch vor dem Training gar nicht verstand: „Ich habe mit dem Trainer noch nicht gesprochen, aber ich hätte mir gewünscht, dass er, bevor er in der Öffentlichkeit so etwas sagt, zuerst mit mir darüber spricht. Er hat das nicht gemacht. Das muss ich akzeptieren.“
Gut möglich, dass sich die Stimmung der beiden Sorgenkinder schon am Wochenende wieder aufhellt. „Gibril ist ein sehr wichtiger Spieler und wird es auch in Zukunft bleiben. Er hat für mich alle Möglichkeiten, am Samstag wieder im Kader zu sein oder sogar zu spielen“, bemühte sich Luhukay die Wogen wieder zu glätten. Noch größer sind die Chancen von Mölders. Er scheint in Gladbach von Beginn an spielen zu dürfen. (ötz)
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren