Vier Minuten nach dem Anpfiff und vier Minuten vor dem Abpfiff das gleiche Bild: Im Bayernligaderby gegen den TSV Pfersee bekommen die Fußballerinnen des TSV Schwaben Augsburg eine Ecke zugesprochen, Mannschaftsführerin Carolin Graf führt aus, und einmal ist Claudia Schwarz mit dem Kopf und später mit dem Fuß zur Stelle (86.) - der 2:0-Sieg für den Tabellenzweiten ist eingetütet. Von Andrea Bogenreuther


Diese beiden Szenen waren aber auch die einzigen Höhepunkte in einem enttäuschend schwachen Derby, bei dem die favorisierten und siegreichen Schwabenfrauen weniger positiv auffielen als die vom Verletzungspech gebeutelten und trotzdem kämpferisch auftretenden Pferseerinnen. Fehlpässe auf beiden Seiten machten ein druckvolles Kombinationsspiel fast unmöglich, im Abschluss agierten beide Teams zu hektisch. "Melanie Dischl und Marion Funk fielen aus, Nathalie Durner lief angeschlagen auf. Deshalb war es unser einziges Ziel, ein annähernd gutes Spiel abzuliefern", hatte Pfersees Trainer Alexander Egetemeier seine Ansprüche nicht allzu hoch gesetzt und war mit dem Auftreten der Seinen durchaus zufrieden. Anders sein Gegenpart Roland Klemmer, der vom "schlechtesten Spiel der letzten Wochen" sprach. "Eigentlich musst du mit fünf Toren mehr gewinnen", ärgerte er sich über die vergebenen Chancen seines Sturmduos Stocker und Perfetto. Mit einem letzten Aufbäumen in der Schlussphase aber gelang den Gastgeberinnen doch noch ein versöhnliches Ende.
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