Mit knapp 150 km/h flüchtete eine Autofahrerin in München am frühen Samstagmorgen vor der Polizei. Am Beifahrersitz saß ein völlig verängstigter 24-jähriger Münchner.

Am frühen Samstagmorgen führten Polizeibeamte der Schwabinger Inspektion 13 auf der Leopoldstraße in München gerade eine Verkehrskontrolle durch, als sie einen Pkw mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit bemerkten. Eilig beschlossen die Polizisten die Autofahrerin anzuhalten und zu kontrollieren.Während sie in den Streifenwagen stiegen und wendeten, überquerte die Fahrerin des Mini trotz einer roten Ampel die Kreuzung Leopoldstraße / Georgenstraße.
Um den Wagen anzuhalten schalteten die Beamten das Blaulicht, das Martinshorn und den Signalgeber mit der Aufschrift „Stopp Polizei“ ein. Nach Polizeiangaben war der Mini etwa 50 Meter vor dem Polizeifahrzeug. Doch die Autofahrerin stoppte nicht. Sie beschleunigte ihren Wagen und fuhr die Leopoldstraße und Ludwigstraße weiter in südlicher Richtung. Dabei erreichte sie eine Geschwindigkeit zwischen 120 und 150 km/h.
Bei ihrer Flucht fuhr die Frau bei insgesamt sieben Ampeln trotz Rotlicht über die jeweilige Kreuzung. Laut Polizeiangaben zeigten alle Ampeln bereits mehrere Sekunden Rot.
Erst auf Höhe der Theresienstraße konnten sich die Polizeibeamten mit dem Dienstwagen vor den Mini setzen und die Weiterfahrt der Frau verhindern. Als die Beamten daraufhin die Fahrerin kontrollieren wollten, stellten sie fest, dass sie die Fahrertür verriegelt hatte. Zunächst weigerte sich die Frau diese zu öffnen.
Schließlich öffnete die Minifahrerin doch noch die Fahrertür und stieg aus dem Wagen. Am Beifahrersitz saß ein offensichtlich eingeschüchteter und völlig verängstigter 24-jähriger Münchner.
Ein von der Polizei durchgeführter Alko-Test ergab bei der 44-Jährigen einen Wert von 0,00 Promille. Gegenüber den Polizeibeamten äußerte die Autofahrerin später, dass sie von ihrem Fahrverhalten begeistert gewesen sei und ihr es einen Kick gäbe, Verkehrsregeln zu brechen.
Bei der Dame wurde eine Blutentnahme angeordnet und im Institut für Rechtsmedizin durchgeführt. Außerdem stellte die Polizei den Führerschein sicher. AZ
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