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München: Afghanischer Junge war vier Monate auf der Flucht

München

Afghanischer Junge war vier Monate auf der Flucht

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    Vier lange Monate dauerte die Odyssee eines 15-jährigen afghanischen Jungen, der aus seiner Heimat nach Deutschland geflohen ist. Im oberpfälzischen Weiden wurde der Junge von der Polizei aufgegriffen. Der Jugendliche war ohne Ausweispapiere im Zug nach Berlin unterwegs, teilte die Bundespolizei am Mittwoch in München mit. Die Polizei übergab den Jungen den Mitarbeitern des Jugendamtes.

    Gegenüber den Polizeibeamten gab der Junge an, Anfang Oktober 2011 mit neun Landsleuten in Herat in Westafghanistan aufgebrochen zu sein. Sein Onkel habe die Reise organisiert und an Schleuser eine große Summe bezahlt. Teilweise sei die Gruppe eingepfercht zwischen Kisten auf der Ladefläche eines Lastwagens unterwegs gewesen. Die abenteuerliche Flucht führte den Jungen über den Iran, die Türkei und Griechenland nach München.

    Dort sei der Junge mehrere Stunden durch die Landeshauptstadt geirrt und habe sich schließlich das Zugticket gekauft. Nach Auskunft des Jugendamtes bestimmt nun ein Gericht einen Vormund für den Jungen. Dieser soll sich um den jungen Flüchtling kümmern und gegebenenfalls einen Asylantrag stellen. Das Schicksal und der Verbleib der Landsleute des 15-Jährigen ist unbekannt.  (dpa/lby/AZ)

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