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12. Juni 2008 18:25 Uhr

Konzert

Auf Zeitreise mit John Fogerty

München Liebe Kinder, stellt euch vor, es gab einmal eine Welt ohne MP3-Player, ohne iPod. Das war die Welt, in der Mama und Papa, ja sogar Oma und Opa, jung waren. Musik hörten sie aus Geräten, die Transistorradio genannt wurden. Oder aus riesigen Kästen, die in verrauchten Kneipen standen.

Es war die Zeit, als in keiner dieser Musikboxen die Lieder von Creedence Clearwater Revival fehlen durften. Ein komischer, komplizierter Name. Aber die Songs waren einfach, gerade raus, one-two-three-four, gingen ins Ohr und wurden nie mehr vergessen, auch nicht als sich CCR Anfang der siebziger Jahre zerstritten.

Am Mittwoch hat John Fogerty, der ehemalige Chef von CCR, in München im gut gefüllten Zenith gespielt. Mama, Papa, Oma, Opa waren da, aber auch ein paar Jüngere, die noch nicht geboren waren, als John noch mit CCR musizierte.

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Und allen hat's gut gefallen. Über zwei Dutzend Songs in knapp zwei Stunden - zack, zack, zack - die meisten Lieder kaum eine Sekunde länger als drei Minuten. Alle haben mitgeklatscht und mitgesungen, manchmal war der Publikums-Chor fast lauter als John Fogerty. "Left a good job in the city, workin' for the man every night and day"

Dass er und seine sechs Begleitmusiker die Songs Note für Note genau so wie vor 40 Jahren abgespielt haben - ein paar mögen das für etwas einfallslos halten. Aber die meisten waren einfach glücklich. Es war wie damals, als noch die Musikbox dröhnte. Schade, liebe Kinder, dass ihr nicht da wart. Es hätte vielleicht sogar euch gefallen.

Song-Liste unter johnfogerty.com

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