Das Technik- und Kulturensemble «Augsburger Wasserwirtschaft» und die Königsschlösser haben laut einer Expertenkommission gute Chancen auf einen Status als UNESCO-Weltkulturerbe.


Nach Einschätzung einer Expertenkommission des bayerischen Kunstministeriums haben die Schlösser von König Ludwig II. als «gebaute Träume des Historismus»gute Chancen auf einen Status als UNESCO-Weltkulturerbe. Laut Gremium haben auch das historische Technik- und Kulturensemble «Augsburger Wasserwirtschaft», die alpinen und voralpinen Wiesen- und Moorlandschaften und der Schwurgerichtssaal 600 in Nürnberg als Geburtsstätte des Völkerstrafrechts gute Chancen, teilte das Ministerium am Montag mit.
Diese vier Vorschläge setzten sich aus 13 bayerischen Bewerbungen für die Aufnahme auf die deutsche Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe durch die Kultusministerkonferenz (KMK) durch. Unter den zum 1. März beim Kunstministerium eingegangenen Bewerbungen waren auch der Domberg Freising, die Altstadt von Passau, Rothenburg ob der Tauber und das «Dreigestirn im Gottesgarten» am Obermain, die Basilika Vierzehnheiligen, das Kloster Banz und der Staffelberg.
Die vom Ministerium eingesetzte, unabhängige Kommission habe alle Bewerbungen hinsichtlich ihres «außergewöhnlichen universellen Wertes» und ihrer absehbaren Erfolgschancen bei der Auswahl durch die Kultusministerkonferenz bewertet. Für die genannten vier Vorschläge hätten sie eine Empfehlung ausgesprochen, weil sie auch Kategorien angehörten, die in der UNESCO-Liste bisher unterrepräsentiert seien. Der Hochschulausschuss im Landtag und das Kabinett müssen jetzt entscheiden, welche Vorschläge bis zum 1. August 2012 an die KMK weiter gegeben werden. Einer Ministeriumssprecherin zufolge können sich Landtag oder Kabinett zwar über diese Empfehlungen hinwegsetzen, dies sei aber unwahrscheinlich. Somit dürften die anderen Bewerbungen aus dem Rennen sein. dapd-bay
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