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17. August 2008 19:00 Uhr

Barfuß durchs Hochmoor - mal sehen, wie es sich anfühlt

Wie viele Stunden am Tag ruht ein Rind? Wie nennt man das Abmähen von kleinen Fichten? Wer Antworten auf solche Fragen rund um das Thema Alpwirtschaft sucht und dabei eine schöne Wanderung machen will, der kann den Alperlebnispfad am Imberg in Steibis bei Oberstaufen (Oberallgäu) abgehen.

Barfuß durchs Hochmoor - mal sehen, wie es sich anfühlt
Foto: ALFA

An 47 Stationen können Bergfreunde die Natur in den Alpen erleben und buchstäblich erfühlen. Infotafeln erklären jede Menge Wissenswertes - zum Beispiel, wie Viehwege entstehen oder wie Bergkäse hergestellt wird.

Der Alperlebnispfad ist vor allem für Familien ein lustiger und abwechslungsreicher Rundgang. Kinder können sich am Felsklettern üben, das typische Nagelfluh-Gestein (im Volksmund "Herrgottsbeton") mit Hammer und Meißel bearbeiten. Oder testen, wie es sich anfühlt, barfuß durchs Hochmoor zu waten. Bemerkenswert ist, dass der Wanderer auf seiner Tour durchs Lanzenbachtal auf ganz unterschiedliche Landschaftsformen trifft: Karge, steile Alpwiesen, auf denen das Jungvieh grast, grenzen an die Häderichmoore, in denen es surrt und summt und brummt.

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Der Erlebnispfad erstreckt sich über eine Länge von 6,3 Kilometern, er kann aber auch abgekürzt werden: Es gibt eine mittlere Variante (5,3 Kilometer) und eine kleine Variante (2,3 Kilometer). Vier Alphütten laden zur Einkehr. Und sogar hier kann man noch etwas lernen: Welche Haustiere sind typisch für die Älpler?

Und wer besonders aufmerksam durch das Alpgebiet geht, der entdeckt Details, die nicht auf Schildern ausgewiesen sind: ein kleiner Fliegenpilz am Wegesrand, eine Eidechse, die über den Pfad huscht. Nach geschaffter Wanderung geht es mit der Imbergbahn bequem zurück ins Tal. Übrigens: Ein Rind ruht acht Stunden am Tag und das Abmähen von kleinen Fichten nennt der Bergbauer "Schwenden".

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