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Hochradioaktiver Atommüll: Bayerns Umweltminister Huber: Kein Endlager im Freistaat

Hochradioaktiver Atommüll

Bayerns Umweltminister Huber: Kein Endlager im Freistaat

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    Wohin mit dem Atommüll?  Nicht nach Bayern, meint Marcel Huber.
    Wohin mit dem Atommüll? Nicht nach Bayern, meint Marcel Huber.

    Bayern wird aller Voraussicht nach nicht Standort eines Endlagers für hochradioaktiven Atommüll werden. Aus fachlicher Sicht sei die Wahrscheinlichkeit gleich null, sagte der bayerische Umweltminister Marcel Huber (CSU) im Gespräch mit unserer Zeitung. Selbst wenn Bund und Länder im Zuge der Energiewende im vergangenen Jahr übereingekommen waren, neben Gorleben auch weitere Standorte in Deutschland zu prüfen, hätten einige Bundesländer nichts zu befürchten, so Huber. Dazu zähle auch Bayern.

    Kein Endlager in Bayern

    Im Freistaat galten zuletzt neben den Salzstöcken in Berchtesgaden und den Granitvorkommen im Bayerischen und Oberpfälzer Wald vor allem die Tonschichten an der Donau im Raum Neu-Ulm/Ulm als potenzieller Standort. Laut Huber ist nach dem aktuellen geologischen Kenntnisstand jedoch keine dieser Regionen für ein Endlager geeignet. Rund um Neu-Ulm etwa sei die Tonschicht zu dünn. Dort werde man „nichts Vernünftiges machen können“.

    Als konkrete Alternativstandorte zu Gorleben gelten Huber zufolge lediglich Tonschichten in Baden-Württemberg sowie Salzstöcke in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Diese sollen nun geprüft werden, während Gorleben – wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) Ende März bekannt machte – zunächst nicht weiter ausgebaut wird.

    Ziel sei es, an allen potenziellen Standorten einen „vergleichbaren Kenntnisstand“ vorweisen zu können, betonte Huber. Das werde frühestens in zehn bis 15 Jahren realistisch sein. Erst dann soll eine Entscheidung über ein Endlager in Deutschland fallen. „Wir müssen wieder alles auf null stellen“, sagte Huber.

    Standorte in Bayern für die Entsorgung von Atommüll ungeeignet

    Derzeit erarbeitet die Bund-Länder-Gruppe ein „Standortauswahlgesetz“, in dem unter anderem ein genauer Fahrplan für die Endlagersuche festgelegt werden soll. Nachdem der Unterschriftstermin Ende März Huber zufolge aus Wahlkampfgründen jedoch platzte, droht bereits dieser erste Schritt zur Hängepartie zu werden. Ein weiterer Termin sei für April anberaumt. Spätestens dann, sagte Huber, müsse man zur Sachlichkeit zurückkehren: „Für wahltaktische Spielchen haben wir nicht die Zeit.“

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