Herumliegende Autoteile, aufgeplatzte Airbags, Blechschäden und viele zitternde Autofahrer prägen derzeit das Bild nach der Massenkarambolage auf der A8 zwischen Augsburg und Friedberg. Ein Lastwagenfahrer hatte einen Schutzengel dabei. Von Nadja Aswad



Herumliegende Autoteile, aufgeplatzte Airbags, Blechschäden und viele zitternde Autofahrer prägen derzeit das Bild nach der Massenkarambolage auf der A8 zwischen Augsburg und Friedberg. Über 171 Autos waren beteiligt, 17 Personen erlitten meist leichte Verletzungen. Ein Fahrer hatte Glück im Unglück.
Es gibt Autos, deren Achse heraushängt, einem Lkw wurde der Motorblock herausgerissen. Ein Lkw ist durch den Zaun gerutscht und auf einem Feld gelandet. Im Führerhaus eines Lastwagens steckt der Auflader eines anderen - doch wie durch ein Wunder überlebte der Fahrer und konnte aus seinem völlig zerstörten Führerhaus sogar noch selbst aussteigen. Der hatte einen Schutzengel dabei, meinte ein Sanitäter. Ein Beifahrer hätte in dem Lkw keine Chance gehabt. Bei dem anderen beteiligten Lastwagen ist Diesel ausgelaufen, jedoch sei davon nichts ins Erdreich gelangt.
Doch die Rettungskräfte haben die Situation gut im Griff. Das BRK hat Zelte aufgestellt und versorgt die Menschen mit Decken und Tees. Die Autofahrer tragen Schildchen, auf denen ihre Adresse und unter Umständen auch leichte Verletzungen angegeben sind.
Die Bergung der vielen Autos - allein 37 wurden beschädigt, dazu kommen noch 21 kaputte Lastwagen - wird sich sicher noch bis Mittag hinziehen. Die Abschleppwagen sind bereits im Einsatz. Trotzdem ist die Stimmung ruhig und entspannt. Auch wenn viele ob der eisigen Kälte zittern. Wer noch ein heiles Auto hat, sitzt darin und wartet. Nach Angaben der Polizei wird die Sperrung Richtung München noch mindestens bis Mittag dauern. Nadja Aswad
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